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Plön Neuer Standort Rodomstorstraße fertig
Lokales Plön Neuer Standort Rodomstorstraße fertig
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20:12 10.05.2019
Von Frida Kammerer
Hartwig Eckmann (62) und Margrid Flachsenberger (75) räumen die Regale ein, damit alles bereit steht, wenn die Kunden kommen. Quelle: Frida Kammerer
Plön

Rund zwei Jahre hat die Tafel nach neuen Räumen gesucht und wurde in der Rodomstorstraße fündig. „Wir haben eine Art Abholzirkel konzipiert“, erklärt Stefan Thomsen, der im Vorstand der Tafel Plön und Lütjenburg ist. Die Abholer, wie die Kunden oft genannt werden, starten bei dem Gemüse, gehen dann weiter zum Brot, dann kommt das Obst und die Tiefkühlkost und am Schluss warten Blumen und Kuchen. Mittwochs und freitags können die Kunden, die sich sonst keine Lebensmittel leisten können, sich hier mit dem Nötigsten eindecken. Der Zugang zu den neuen Räumen ist barrierefrei und leicht verdeckt im Souterrain, sodass die Lebensmittel auch im Sommer ohne große Kühlung frisch bleiben. „In der Bahnhofstraße hatten wir letzten Sommer teilweise 28 Grad“, sagt Thomsen.

Die ehrenamtlichen Helfer haben sich auch beim Umbau engagiert

Hartwig Eckmann hat 150 bis 200 Stunden Arbeit in den neuen Standort gesteckt. Seit vier Jahren engagiert sich der 62-Jährige bei der Tafel. Die Räume wurden verputzt, gestrichen, die Elektrik musste erneuert werden – und natürlich musste auch die Einrichtung stimmen. „Die Küche bekamen wir teilweise gespendet“, erklärt Ute Schumacher, die ebenfalls zum Vorstand gehört. Sonst musste die Tafel nur die Materialien aus eigener Tasche bezahlen.  „Jeder bei uns kann etwas“, sagt Thomsen stolz. Ob Maler-, Elektro- oder Verputzarbeiten, alles haben die ehrenamtlichen Helfer geleistet – teilweise neben ihrem eigentlichen Beruf. Manche Teile der Einrichtung konnten von der Bahnhofstraße mit in die neuen 400 Quadratmeter großen Räume mit umziehen.

Im Winter Engpässe mit der Ware aus den Supermärkten

Viele Ehrenamtler haben als Ein-Euro-Jobber angefangen oder sind selbst Kunden. Margrid Flachsenberger ist 75 Jahre alt und hilft schon seit 2004 mit. Früher hat sie in Plön täglich geholfen, jetzt möchte sie es „im Alter“ etwas langsamer angehen. Auch wenn die Plöner Tafel nur zweimal die Woche Lebensmittel ausgibt, ist doch die ganze Woche zu tun. Hier befindet sich das Lager, das die Tafeln in Lütjenburg, Ascheberg und Wankendorf versorgt. Alles wird hier zunächst sortiert und eingelagert. „Wir werfen lieber einmal mehr weg, als dass wir etwas rausgeben, das vielleicht verdorben ist“, sagt Ute Schumacher. Etwa 30 Prozent der Waren, die angeliefert oder von den Fahrern eingesammelt werden, müssen entsorgt werden. Gerade im Winter, zwischen November und März, gibt es eine Art Versorgungsengpass. „Den Geschäften fehlt die Saisonware“, erklärt Schumacher. Da es weniger frische Ware gibt, fällt für die Tafel auch weniger ab. Deshalb hat die Plöner Tafel im Winter oftmals Aufnahmestopp. Aktuell sind rund 800 Menschen bei der Plöner und Lütjenburger Tafel registriert, in Plön kommen zweimal wöchentlich 120 Familien. Das sind jeweils eine bis neun Personen. „Da müssen wir im Winter schauen, dass wir alle satt bekommen“, sagt Schumacher.

Die Plöner Tafel, Rodomstorstraße 14, hat immer mittwochs und freitags von 15 bis 16 Uhr Ausgabe. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Tafel zu finden.

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