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Plön Nahwärmeprojekt geht in heiße Phase
Lokales Plön Nahwärmeprojekt geht in heiße Phase
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20:00 16.04.2019
Von Silke Rönnau
So soll die Solarthermieanlage mit Erdgas- und Holzhackschnitzelheizung auf Hof Hörnsee (Gemeinde Pohnsdorf) an der L 49 aussehen, die zukünftig die nördlichen Stadtteile von Preetz mit Nahwärme versorgen soll: im Vordergrund die Solarthermieanlage für den ersten Bauabschnitt, dahinter der Erdspeicher und die Sonnenkollektoren für den zweiten Bauabschnitt. Quelle: PreBEG
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Pohnsdorf

Die Preetzer Bürger-Energie-Genossenschaft (Prebeg) plant, wie berichtet, in der benachbarten Gemeinde auf einem Feld an der L 49 im ersten Bauabschnitt eine Solarthermieanlage, einen Holzhackschnitzel- und einen Erdgaskessel, die die Häuser auf der Glinds- und der Wunderschen Koppel mit regenerativer Energie heizen sollen. „Jetzt können wir gemeinsam mit der Prebeg in die Planung einsteigen“, kündigte der Pohnsdorfer Bürgermeister Marco Lüth an.

Antrag auf Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet

„Wir werden jetzt beim Kreis einen Antrag auf Entlassung aus dem Landschaftsschutzgebiet stellen“, beschrieb Prebeg-Geschäftsführer Hans Eimannsberger das weitere Vorgehen. Aufgrund der „guten Vorarbeit“ gehe er davon aus, dass dabei keine Schwierigkeiten zu erwarten seien. Auch das Artenschutzgutachten liege bereits vor. Kiebitz und Schafstelze seien als seltene Vogelarten festgestellt worden. „Wir werden durch Ausgleichsmaßnahmen dafür sorgen, dass sie ansässig bleiben können“, so Eimannsberger.

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Messlatte der Banken erreicht

Die Genossenschaft habe zurzeit 201 Mitglieder. Die Zahl 200 sei von den Banken als Messlatte für die Finanzierung der Gesamtmaßnahme genannt worden. Außerdem rechne man damit, dass die Mitgliederzahl noch einmal um weitere 20 bis 25 Prozent steigen werde: „Die Erfahrung zeigt, dass viele sich dafür entscheiden, wenn es tatsächlich losgeht“, sagt Eimannsberger. Er sei auch optimistisch, noch Fördergelder für das Leuchtturmprojekt einwerben zu können.

Erster Spatenstich im März 2020 geplant

„Ich gehe davon aus, dass im März 2020 der erste Spatenstich erfolgt“, erklärt er. Im ersten Bauabschnitt zur Versorgung der Glinds- und der Wunderschen Koppel sollen eine Solarthermieanlage auf einer Fläche von 6300 Quadratmetern, eine Holzhackschnitzel- und ein Erdgaskessel sowie ein Pufferspeicher entstehen.

Klinik und Pflegeheim haben Interesse

In einem zweiten Bauabschnitt könnten weitere 26700 Quadratmeter mit Sonnenkollektoren, ein Erdspeicher, je zwei Holzhackschnitzel- und Erdgaskessel und drei Wärmepumpen dazukommen. Denn geplant sind bereits der Anschluss der Klinik Preetz, des Kreis-Alten- und Pflegeheims Haus am Klostergarten und der Häuser am Berliner Ring. Die Prebeg fasst außerdem eine mögliche Ausweitung bis zum Ragniter Ring und der Friedrich-Ebert-Schule ins Auge. Auch Pohnsdorf, das ein Neubaugebiet plant, zeigt Interesse an der Nahwärme.

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