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Plön Übler Scherz mit Marine-Ehrenmal Laboe
Lokales Plön Übler Scherz mit Marine-Ehrenmal Laboe
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18:54 04.10.2019
Von Astrid Schmidt
Marine-Ehrenmal Laboe: Übler Scherz - Polizei startet Ermittlung nach gefälschter Bekanntmachung. Quelle: Ulf Dahl
Laboe

Am Tag der deutschen Einheit hat in vielen Briefkästen in Laboe ein amtlich wirkendes Schreiben gesteckt, das viele Menschen verunsicherte. Es ging darin um den angeblichen Abbau des Marine-Ehrenmals Laboe und eine Evakuierung vieler Häuser in Laboe.

Video: Drohnenflug über Ehrenmal Laboe

„Liebe Laboer Mitbürgerinnen und Mitbürger“, heißt es in dem Schreiben anfangs noch harmlos. Doch was dann folgt, schreckte viele Menschen in Laboe auf. Für den Rückbau des Ehrenmals müssten Häuser evakuiert werden. Die Polizei werde kontrollieren. Die „Bekanntmachung“, wie das Blatt überschrieben ist, wirkt für die meisten Menschen auf den ersten Blick wohl täuschend echt.

Marine-Ehrenmal Laboe: „Bekanntmachung“ lässt viele aufschrecken

Etliche Bürger wandten sich an das Amt Probstei, an die Polizei und diese Zeitung. Wie viele der Schreiben verteilt wurden, ist unklar. Es ist nicht ausschließen, dass sie großflächig verteilt wurden.

Ein Wappen mit Schwan prangt im Briefkopf, von der „Gemeinde Laboe“ soll das Schreiben stammen. Wie Ordnungsbehörde und Polizei auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilten, handelt es sich um eine Fälschung. Die zuständige Polizei in Heikendorf ermittelt.

Polizei sofort über Schreiben zum Marine-Ehrenmal Laboe informiert

Erst beim genauen Hinsehen ist das Schreiben - vom Inhalt einmal abgesehen - als Fälschung zu erkennen.

Eine Nachfrage bei der Polizei in Schönberg ergab, dass am Tag des Erscheinens des Schreibens die zuständige Dienststelle in Heikendorf informiert wurde. Dort würden entsprechende Ermittlungen aufgenommen, hieß es.

Auch das Amt Probstei, so teilte das Schönberger Ordnungsamt als zuständige Behörde mit, habe diese „Fake-Bekanntmachung“ an die Strafverfolgungsbehörden - also Polizei und Staatsanwaltschaft - übergeben.

Marine-Ehrenmal Laboe wird natürlich nicht abgebaut

Das Amt Probstei teilte als örtliche Ordnungsbehörde mit, dass es sich bei dem Schreiben nicht um eine Bekanntmachung der Gemeinde Laboe handelt. Einen Ausschuss für „Tourismus, Geschichte und Kultur“, auf den in dem Schreiben Bezug genommen wird, existiert bei der Gemeinde Ostseebad Laboe nicht.

Und weiter hieß es: „In keinem der gemeindlichen Gremien wurde über den Rückbau des Ehrenmals beraten.“

Marine-Ehrenmal Laboe: Grundstein 1927 gelegt

Es handelt sich um eine Falschmeldung, die auf den ersten Blick wohl nur ein Ziel hat: die Bevölkerung zu verunsichern. „Am 8. und 9. November 2019 erfolgen in Laboe selbstverständlich keine Evakuierungsmaßnahmen, wie sie in der Falschmeldung angekündigt werden“, heißt es von den Behörden. Der Grundstein für das 85 Meter hohe Marine-Ehrenmal Laboe wurde 1927 gelegt. 

Mahnmal für eine friedliche Seefahrt

Die Planung des Denkmals geht laut Marine-Bund auf eine Idee aus dem Jahr 1925 zurück. Eigentümer des Marine-Ehrenmals Laboe ist seit 1954 der Deutsche Marinebund als bundesweit größte maritime Interessenvertretung. Ursprünglich als Gedenkstätte für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg ist es heute eine Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und zugleich Mahnmal für eine friedliche Seefahrt. Nach fast siebenjähriger Bauzeit wurde das Marine-Ehrenmal Laboe am 30. Mai 1936 eingeweiht. Von 1993 bis 1998 wurde die Anlage einer umfassenden Renovierung unterzogen.

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Historische Fotos zeigen das Marine-Ehrenmal Laboe

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