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Plön Polizei und Feuerwehr üben Großeinsatz
Lokales Plön Polizei und Feuerwehr üben Großeinsatz
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15:46 18.05.2019
Von Dirk Schneider
Zwei Beamte habe zwei Verletzte über eine Nebeneingang bis auf den Parkplatz in Sicherheit gebracht und warten nun auf die Rettungskräfte. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Ein Auto explodiert im Eingangsbereich des Plöner Amtsgerichts und beginnt zu brennen. Zwei Männer stürmen mit Gewehren um sich schießend das Gebäude. Am Ende sind die beiden Täter tot und 40 Menschen verletzt. Glücklicherweise ist Amoklauf nur ein Übungsszenario, bei dem 150 Einsatzkräfte am Sonnabend den Ernstfall probten.

Die erste Meldung, die bei der Polizei um 10 Uhr auflief, klang dabei noch relativ harmlos. Eine besorgte Frau habe angerufen und gewarnt, dass ein Mann, der wegen des Urteils in einem Sorgerechtstreit sehr unzufrieden sei, mit seinem Sohn zu einem Scheidungstermin gerade zum Amtsgericht fahre, erläuterte Polizeikommissar Gerald Theil, der das Geschehen für die Beobachter der Stadt und Kreises Plön sowie der Leiter weitere Hilfsorganisationen erklärte.

Dramatische Szenen vor Landgericht

Von erhöhter Gewaltbereitschaft oder gar Waffen- und Sprengsstoffbesitz sei zu diesem Zeitpunkt keine Rede gewesen. Um 10.08 Uhr krachte das (eigentlich schon bereitstehende) Auto gegen ein Hindernis vor dem Haupteingang des Gebäudes.

Die Pyrotechniker des THW-Bad Oldesloe, die den Kleinwagen mit allerlei Knallkörpern und Rauchbomben präpariert hatten, zündeten eine erste Ladung Sprengstoff, während zwei Männer mit Gewehren im Anschlag und das Gebäude stürmten und dann in den Fluren und Sälen wild um sich schossen. Zwischen den Schüssen dröhnten auch immer wieder Explosionen und Rauch drang aus den Fenstern.

Spezialkräfte liefern sich Feuergefecht

Nach knapp 20 Minuten tauchten dann die ersten Polizeibeamten in voller Schutzkleidung auf. Während ein zweier Team den Eingangsbereich sicherte, marschierte eine Viergruppe mit Maschinenpistolen in den Komplex. Im Minutenabstand folgten weitere Sicherungsteams, die sich ein kurzes Feuergefecht lieferten.

Nach erfolgreicher Bekämpfung der Täter und Prüfung der Sicherheitslage begannen diese dann nach 40 Minuten, die mehr oder weniger stark verletzten Statisten zu evakuieren und dem Rettungsdienst zu übergeben. Parallel dazu bekamen die Feuerwehrleute aus Plön und Bösdorf grünes Licht, den brennenden Pkw zu löschen und einen zweiten Fluchtweg für weitere Personen per Drehleiter herzustellen.

Bundesstraße gesperrt

Das Zusammenspiel der Rettungskräfte hat im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert, zog Einsatzleiter Michael Martins vom Polizeirevier Plön eine erste Zwischenbilanz. Die Übung wird am Nachmittag mit einem zweiten Szenario fortgesetzt.

Im Verlauf der Übung wurde die Bundesstraße 430 gesperrt.

Am Sonnabend haben Polizei und Rettungskräfte einen Großeinsatz nach einem Amoklauf am Amtsgericht Plön geübt. Der Spezialeinheit standen zwei Männer mit Gewehren und Bomben gegenüber.

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