Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Plön Die Rückkehr der Knoblauchkröten
Lokales Plön Die Rückkehr der Knoblauchkröten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 03.08.2018
Von Silke Rönnau
Im Eimer schwimmen die Kaulquappen. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Aus gespendetem Laich haben Inken Schmersow und Patrick Pohlmann von der Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung (GFN) die Larven mit Fischflocken und Bananen großgezogen. „Wir haben den Laich Ende April geholt, Anfang Juli hat die Metamorphose von der Kaulquappe zur Kröte begonnen“, erzählt Pohlmann. Jetzt haben sie die Tiere in zahlreichen Eimern mitgebracht.

Giganten der Kaulquappenwelt

Sie werden als „Giganten der Kaulquappenwelt“ bezeichnet, da sie es im Schnitt auf eine Länge von neun bis zwölf Zentimetern, mitunter aber auch von 20 Zentimetern bringen. Wenn sie ihren Schwanz als Kaulquappe abgeworfen haben, sind es allerdings nur noch drei bis maximal acht Zentimeter, so Pohlmann. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein habe bereits in den vergangenen beiden Jahren 1800 Minikröten und 3200 Kaulquappen ausgesetzt, berichtet Projektmaßnahmenmanager Hauke Drews.

Im ehemaligen Fischteich ausgesetzt

Zusammen mit Umweltamtsleiter Jan Birk, dem örtlichen Nabu-Vorsitzenden Harald Christiansen und Fritz Heydemann von der Marius-Böger-Stiftung stapft die Gruppe vom Treffpunkt los, um die Amphibien in einen ehemaligen Fischteich zu setzen, der 2005 ausgebaggert wurde. „Das Wasser wird jeden Winter abgelassen, damit sich die Fische dort nicht etablieren können, die sonst den Laich wegfressen“, erklärt Heydemann: „Es ist also ein ideales Amphibiengewässer.“

1755 neue Gewässer

Bei fast allen Arten von Amphibien sei ein massiver Rückgang verzeichnet worden, berichtet Drews. 2003 habe man gemeinsam mit allen Partnern in der Weidelandschaft Postseefeldmark die Ansiedlungsprojekte gestartet, um die Arten, die hier früher schon vorgekommen seien, wieder einzuführen.

Die Auswilderung der Knoblauchkröten ist Teil der Amphibieninitiative der Stiftung Naturschutz, die sich seit 15 Jahren um die Rettung bedrohter Froschlurche im Land kümmert. In diesem Zeitraum sind 1755 neue Gewässer entstanden oder saniert worden – insgesamt 280 Hektar Wasserfläche.

In der Preetzer Postseefeldmark werden Knoblauchkröten angesiedelt.
Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

14 Neuzugängen, davon acht aus der eigenen Jugend, stehen sechs Abgänge gegenüber: Der Preetzer TSV steht wieder einmal vor einem Umbruch. „Die Neuverpflichtungen helfen uns weiter. Dadurch gibt es eine größere Konkurrenz untereinander“, sagt PTSV-Trainer Andreas Möller.

02.08.2018
Plön Preetz und Schwentinental - Freude über neue Bahn-Stationen

Mit Begeisterung reagieren Preetz und Schwentinental auf die Ankündigung des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (NAH.SH), zusätzliche Haltepunkte auf der Strecke Kiel-Lübeck zu schaffen. Künftig kann man im Ostseepark in Raisdorf sowie an zwei neuen Stationen in Preetz ein- und aussteigen.

Merle Schaack 02.08.2018
Plön Polizei stoppt Fahrer - In Schlangenlinien über die L 211

Starke Schlangenlinien und Bremsmanöver auf der L 211 in Rastorf in Richtung Preetz: Das Fahrverhalten wurde der Polizei am Mittwoch gemeldet. Der Fahrer hatte zwar 0,0 Promille, allerdings war er vermutlich durch eine Krankheit eingeschränkt.

02.08.2018