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Plön Über 70 Jahre an Kamm und Schere
Lokales Plön Über 70 Jahre an Kamm und Schere
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06:00 04.01.2019
Von Silke Rönnau
Nach mehr als 70 Jahren hat Heinz Wennecke die Schere aus der Hand gelegt. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Zwei Plätze hat der kleine Friseursalon nur, dazu einen Sessel. In den vergangenen gut 20 Jahren hat Heinrich Wennecke, der nur Heinz genannt wird, ausschließlich Männer bedient, die fast immer ohne Anmeldung vorbei kamen. Manchmal arbeitete er sogar sonntags. „Das kam schon mal vor, dass mir ein Kunde begegnete und sagte, er müsse mal wieder zum Schneiden – dann habe ich gesagt: Kommen Sie mit, wir machen das gleich“, erzählt er.

Keine große Auswahl

Geboren wurde er im Dezember 1930 in Neumünster, aufgewachsen ist er in Hamburg. Die Stadt war im Zweiten Weltkrieg stark zerstört worden. Für ihn als 16-Jährigen war 1947 die Auswahl bei den Ausbildungsplätzen nicht so groß: „Friseur oder Schuhmacher – mehr gab es eigentlich nicht“, sagt er.

Die Damen redeten ihm oft zu viel

1957 kam er nach Preetz und versorgte den Onkel im Haus am Bismarckplatz. Im Erdgeschoss eröffnete er das Geschäft. Sieben Mitarbeiter beschäftigte er zeitweise, bis er den Damensalon auf der einen Seite des Hauses 1996 verpachtete und fortan auf der anderen Seite nur noch Herren bediente. Die Damenabteilung sei ihm oft zu voll gewesen, außerdem sei ihm dort zu viel geredet worden, verrät er lachend. „Ich war immer froh, wenn ich zu den Herren konnte.“ 

Über 40 Lehrlinge ausgebildet

Damals war er eigentlich schon im Rentenalter, wollte aber noch nicht in den Ruhestand gehen. Viel Freude habe ihm vor allem die Ausbildung seiner über 40 Lehrlinge gemacht, berichtet er. Und viele nette Gespräche mit den Kunden. „Wir haben oft über Reisen geredet.“

Musikschule will Räume nutzen

In den ehemaligen Damensalon war vor zwei Jahren eine Musikschule eingezogen, die jetzt auch die Ladenfläche des Herrensalons mitnutzen möchte. Ein Klavier steht schon dort. Dann wird die alte Einrichtung bald Vergangenheit sein. Ganz aufgeben will Heinz Wennecke seinen Beruf allerdings doch noch nicht. Im Kreis-Alten- und Pflegeheim führt er noch ein Friseurgeschäft mit zwei Mitarbeiterinnen. Ab und zu komme es vor, dass ein Herr nur von ihm bedient werden möchte, sagt er. Und dann greift er doch wieder zu Kamm und Schere.

Inge Beger aus Plön kann erzählen. 30 Märchen hat sie im Kopf, ihr genügt ein Stichwort, und sie lässt Rumpelstilzchen ums Feuer springen, Tauben dem Aschenputtel helfen und die Prinzessin auf der Erbse schlafen – und letztere sogar auf Hoch- oder Plattdeutsch.

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