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Plön Mehr Barrierefreiheit auf dem Markt
Lokales Plön Mehr Barrierefreiheit auf dem Markt
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07:00 24.09.2019
Von Anne Gothsch
„Das ist wirklich eine erhebliche Verbesserung“, meint Hans-Jürgen Biastoch (vorn), der in der Stadt die Interessen von Menschen mit Behinderungen vertritt. Die Planungen für die Querungshilfen führte Ingo Hinz (links) vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus, und Florian Bargholz sorgte mit dem Team seiner Tiefbaufirma für die Umsetzung. Quelle: Anne Gothsch
Preetz

Rund 60.000 Euro hat die Stadt dafür in den zurückliegenden zwei Jahren investiert. Eine Ausgabe, die ganz besonders geschmerzt haben dürfte, denn die Umgestaltung des Marktplatzes hatte vor 16 Jahren rund 1,7 Millionen Euro verschlungen. Die Fläche war damals mit teuren Granitsteinen, extra aus China angeliefert, gepflastert worden. Doch weil die Fugen zwischen den Steinen ganz unterschiedlich breit und inzwischen auch tief sind, gab es von Anfang an Kritik.

Vor vier Jahren hatte Hans-Jürgen Biastoch, der in der Preetzer Stadtvertretung die Interessen von Menschen mit Behinderungen vertritt, sehr eindringlich auf das Problem aufmerksam gemacht und seine Kritik um Folgejahr erneuert, weil bis dahin keine Reaktion darauf erfolgt war. „Ich selbst habe mir auf dem Markt mit meinem Rollstuhl schon einige Räder kaputt gefahren, weil ich beim Drehen in einer der breiten Lücken zwischen den Steinen hängen geblieben war. Das ist ärgerlich, aufwendig in der Ersatzbeschaffung und teuer. Auch viele Leute, die auf Rollatoren oder einen Gehstock angewiesen sind, haben mir ihr Leid geklagt“, berichtete Biastoch. Der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin konnte die Kritik bestätigen, die Bürgern ihm gegenüber ebenfalls geäußert hatten.

Die Verwaltung hatte daraufhin gemeinsam mit einem Ingenieurbüro verschiedene Möglichkeiten geprüft, um zumindest an den am meisten frequentierten Stellen Abhilfe zu schaffen. 2017 war zunächst der Außenring barrierefrei umgestaltet und eine ebenere Querung am Kaffeegeschäft arko geschaffen worden. In diesem Jahr wurde eine weitere Fläche gewissermaßen als Verlängerung der Lange Brückstraße bis zum Wilhelminenplatz saniert, und nun lässt es sich auch vom GZL über den Markt bis zur gegenüberliegenden Seite komfortabler laufen oder mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen fahren. Dafür wurde die alte Fugenmasse mit Luftdruck herausgeblasen, die Steine bei zu engem Abstand nachgeschnitten und die Fugen mit einem Quarzsand-Epoxidharz-Gemisch neu verfugt.

„Das ist ein Verbesserung um 90 Prozent“ freut sich Hans-Jürgen Biastoch und möchte sich an dieser Stelle auch bei der Politik und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit bedanken. „Optimal wäre es natürlich, wenn im nächsten Jahr vielleicht auch die Behinderten-Parklätze auf dem Markt so aufgearbeitet werden könnten“, meint er.

Planer Ingo Hinz vom gleichnamigen Ingenieurbüro ist ebenfalls zufrieden. „Mit dieser Lösung haben wir die Balance zwischen der Bewahrung des Charakters des Platzes mit weitgehender Barrierefreiheit wahren können.“

Auch in Lütjenburg sorgt das unebene Pflaster auf dem Marktplatz für Unmut bei vielen Bürgern. Deshalb soll Spezialmörtel zwischen den Fugen des Kopfsteinpflasters die Wege ebnen. Anfang September startete eine Testphase.

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