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Plön Rettungsdienst mit Notfallsanitäter
Lokales Plön Rettungsdienst mit Notfallsanitäter
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09:00 22.12.2016
Von Hans-Jürgen Schekahn
Tim Helgenberger ist einer der ersten angehenden Notfallsanitäter, die ihre Ausbildung beim Rettungsdienst des Kreises Plön angefangen haben. Der Leiter der Rettungswache Preetz, Walter Lamp (links), und Ausbildungsleiter Björn Lüth sind sehr zufrieden mit ihrem jungen Kollegen. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Preetz

Tim Helgenberger (19) rückt seit Kurzem im Rettungswagen mit aus. Der gelernte Anlagenbauer dient nebenbei in der Feuerwehr Schellhorn und bei der Johanniter-Unfallhilfe. Nun macht er seine Ehrenämter zum Hauptjob als Notfallsanitäter. Er steht damit in der Tradition vieler seiner Kollegen im Kreis Plön, die auch in ihrer Freizeit als Helfer unterwegs sind. Der Unterschied? „Im Job rücke ich mit einem orangenen Fahrzeug aus, bei der Feuerwehr mit einem roten.“ Helgenberger erwartet eine „knallharte Ausbildung“, wie der Leiter der Rettungswache, Walter Lamp, sagt. 1900 Dienststunden auf der Wache, 1900 Stunden Theorie und 720 Stunden Dienst in der Klinik Preetz. Wenn Helgenberger dann die schwere Abschlussprüfung schafft, ist er Notfallsanitäter.

 Zur Belohnung für die ganzen Mühen ist die Suche nach einem Arbeitsplatz sehr einfach. Die Chancen einen Job zu finden, seien „besser als optimal“, versichert Lamp. Notfallsanitäter würden händeringend überall in Deutschland gesucht. Schulische Voraussetzungen sind ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossene Lehre oder Mittlere Reife. Der Rettungsdienst im Kreis Plön stellt jedes Jahr zwei neue Auszubildende ein.

 Die umfangreiche Ausbildung und die erweiterten Kompetenzen dienen der schnelleren Behandlung der Unfallopfer und Notfallpatienten, bevor ein Arzt eintrifft. Der Notfallsanitäter darf nun beispielsweise schmerzstillende Medikamente verabreichen. Das machten die früheren Rettungsassistenten auch, aber nur in Ausnahmefällen und unter manchmal juristisch wackeligen Vorgaben. Jetzt ist die Regelung klar. Wenn es schmerzt, gibt es sofort Hilfe. Ein anderes Beispiel: Bisher war es nur Ärzten vorbehalten, einen provisorischen Herzschrittmacher auf der Brust des Patienten zu befestigen und in Betrieb zu nehmen. Das ist nun auch dem Notfallsanitäter erlaubt. Walter Lamp unterstreicht aber auch: „Das sind keine Notärzte light.“

 Die intensivere Ausbildung ziele nicht darauf ab, irgendwo Notärzte einzusparen, sagt Lamp. Helgenberger ist einer der ersten beiden Auszubildenden in der Rettungswache Preetz, aber nicht der erste Notfallsanitäter im Haus. Von den 80 Männern und Frauen des Rettungsdienstes im Kreis Plön drückten bereits 26 wieder die Schulbank, um sich vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter fortzubilden. Der Rettungsdienst im Kreis Plön strebt eine Quote von 80 Prozent unter den Mitarbeitern an. Die Krankenkassen, die alles bezahlen müssen, halten hingegen 60 Prozent für ausreichend. Notfallsanitäter verdienen im Monat 300 Euro Brutto mehr als Rettungsassistenten.

 Dem Rettungsdienst stehen Partner bei der Ausbildung zur Seite. Die Theorie paukt Helgenberger in der Schule der Berufsfeuerwehr Lübeck, die ihren Nachwuchs selbst ausbildet und die freien Plätze dem Kreis Plön zur Verfügung stellt. Die angehenden Notfallsanitäter schnuppern auch intensiv in die Arbeit der Ameos Klinik hinein, die eine psychiatrische Einrichtung an der Klinik in Preetz betreibt.

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