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Plön Tage des alten Schulwalds sind gezählt
Lokales Plön Tage des alten Schulwalds sind gezählt
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17:35 15.04.2016
Von Silke Rönnau
Bürgermeister Björn Demmin (links) und Mitglieder des Preetzer Umweltausschusses sahen sich im ehemaligen Schulwald der Wilhelminenschule um. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

„Schul-Wald – Wilhelminen-Schule“ prangt auf dem verwitterten Schild. Dahinter stehen noch ein paar Holzbänke für den Unterricht unter dem Laubdach, zu dem aber schon lange kein Lehrer mehr seine Klasse dorthin geführt hat. Neugierig blickten sich die Mitglieder des Umweltausschusses auf dem von einem Zaun gesicherten Grundstück um.

 Anlass für den Besuch war der Bebauungsplan 73 für das „Gebiet westlich des Fachmarktzentrums, nördlich der Straße Hufenweg, östlich der Straße Zum Wasserwerk und südlich des Wanderwegs in der Verlängerung der Theodor-Storm-Straße“. Wie berichtet, sollen hinter dem Getränkemarkt zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Wohnungen entstehen. Dahinter beginnt das Gelände des Wasserwerks, das die Stadtwerke Kiel 1974 von der Stadt Preetz gekauft hatten.

 1985 wurde das Werk geschlossen. Genutzt werden seitdem nur noch die drei alten Speicher mit einem Gesamtvolumen von 1800 Kubikmetern, die als Notfallreserve im Fall einer Unterbrechung der Wasserversorgung genutzt werden können. Doch das reicht nicht mehr für den Bedarf, hieß es bei der Begehung des Umweltausschusses. Deshalb planen die Stadtwerke einen Neubau – genau dort, wo jetzt noch die Bäume des Schulwalds stehen.

 Der Schulwald sei abgelöst und im Verhältnis eins zu drei als Neuwald auf einer Ausgleichsfläche aufgeforstet worden, berichtete Umweltamtsleiter Jan Birk. Das Geld dafür hätten die Stadtwerke bereits in den 90er-Jahren bezahlt. „Wir als Stadt sind nicht beteiligt“, betonte er. Gerd Dreßler fragte nach dem formalen Akt: Früher sei das Areal im Flächennutzungsplan als Schulwald ausgewiesen gewesen, jetzt nicht mehr. Die Änderung des F-Plans sei 2006 nach den Vorlagen des Landschaftsplans verabschiedet worden, so Birk. „Da war kein Schulwald drin.“

 Bei der Führung erläuterte Stadtgärtnermeister Stephan Jarmatz, dass das alte Gebäude des Wasserwerks mit den Speichern erst abgerissen werden könne, wenn die neuen Behälter fertig seien. Man benötige den Vorrat für einen Notfall. Deshalb könnten die neuen Behälter auch nicht am bisherigen Standort oder weiter westlich gebaut werden, sondern nur auf der Fläche mit den Bäumen. Kritisiert wurde in der Sitzung, dass es noch keine Festsetzungen für das Stadtwerkegelände gebe. „Die Baufelder kommen in der nächsten Zeichnung für den B-Plan“, kündigte Jarmatz an.

Die Verknüpfung von Kultur und Tourismus ist der rote Faden, der am Donnerstag endgültig zu einem soliden Paket geschnürt wurde: Kulturministerin Anke Spoorendonk machte ihre Ankündigung von Anfang Februar wahr und ernannte die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZSH) offiziell zum landesweit vierten Kulturknotenpunkt.

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