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Plön Wakendorf zeigt Interesse für Nahwärme
Lokales Plön Wakendorf zeigt Interesse für Nahwärme
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18:10 04.11.2019
Von Silke Rönnau
In Wakendorf besteht sowohl bei Betrieben als auch bei Hausbesitzern im Dorf (im Hintergrund) Interesse an einer regenerativen Wärmeversorgung. Quelle: Ulf Dahl
Preetz

2018 war beschlossen worden, die Möglichkeiten einer möglichst 100-prozentigen regenerativen Energieversorgung für das Gewerbe- und Wohngebiet im Preetzer Stadtteil Wakendorf zu untersuchen – gerade auch im Hinblick auf die geplante Erweiterung der Gewerbeflächen um rund neun Hektar bis 2022, erläuterte Klimaschutzmanagerin Marret Bähr in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauplanung.

Mittlerweile liege der Abschlussbericht der Machbarkeitsstudie vor, die von der AktivRegion/LLUR mit 32.878,50 Euro und der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) mit 5000 Euro gefördert worden sei, so Marret Bähr. Der Eigenanteil für Preetz liege bei 11.149,50 Euro.

Zurzeit gebe es 32 Unternehmen und 54 Wohnhäuser in Wakendorf, die einen Wärmebedarf (inklusive Heiz- und Warmwasser) von rund 5100 Megawattstunden pro Jahr hätten. Dazu kämen im Erweiterungsgebiet laut Schätzung 31 Gebäude mit 1850 Megawattstunden pro Jahr.

Zwei Szenarien kalkuliert

Für die Umsetzung habe man zwei Szenarien mit einer Anschlussquote von 90 bzw. 60 Prozent kalkuliert. Dabei habe man festgestellt, dass die regenerative gegenüber der fossilen Wärmeversorgung wettbewerbsfähig sei.

Bei Heizöl und Gas würden 90 bis 100 Euro je Megawattstunde fällig (durch CO2-Bepreisung noch teurer), regenerativ koste die Megawattstunde rund 70 Euro (bei 90 Prozent Anschlussquote) bzw. 85 Euro (bei 60 Prozent). Zwei Großbetriebe sowie eine Biogasanlage seien als Wärmequellen möglich.

Außerdem seien regionale Holzhackschnitzelpotenziale verfügbar, fügte Hans Eimannsberger, Vorsitzender der Preetzer Bürger-Energie-Genossenschaft (PreBEG), hinzu. „Es gibt 48.000 bis 65.000 Kilometer Knick in Schleswig-Holstein, davon rund 50 Kilometer rund um Preetz – wir bräuchten 36 Kilometer“, sagte er.

Aus Kostengründen habe man Alternativen für die Wärmeerzeugung wie Abwasserwärmenutzung, Erdwärme und Eisspeicher ausgeschlossen.

Gründung eines Eigenbetriebs angeregt

Das Netz soll von der PreBEG gebaut und betrieben werden. In diesem Zusammenhang regte Wolf Bendfeldt (FWG) an, einen Eigenbetrieb zu gründen. „Vor allem, wenn man damit Geld verdienen kann“, meinte er schmunzelnd. „Und wenn man damit mehr steuern kann“, fügte Ausschussvorsitzender Wolfgang Schneider (SPD) hinzu.

Die Stadtverwaltung plane nun das weitere Vorgehen zusammen mit Eimannsberger und lege dann einen Beschlussvorschlag vor, kündigte Bürgermeister Björn Demmin an.

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