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Plön Zahlreiche Aktionen für Frauen
Lokales Plön Zahlreiche Aktionen für Frauen
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18:00 20.12.2018
Von Anne Gothsch
Yvonne Deerberg (Mitte), Gudrun Lob und Stadtarchivar Peter Pauselius schauen in alten Bänden der „Preetzer Zeitung“ nach, was vor 70 Jahren rund um das Inkrafttreten des Grundgesetzes und der darin verankerten Gleichberechtigung von Frauen und Männern geschrieben wurde. Quelle: Anne Gothsch
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Preetz

Im Mai 2019 jährt sich zum 70. Mal das Inkrafttreten des Grundgesetzes, in welchem die Gleichberechtigung von Männern und Frauen erstmals gesetzlich verankert war. 25 Jahre ist es dann her, dass der 1994 erstrittene Zusatz im Artikel 3, Absatz 2 als Handlungsziel formuliert wurde: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung .... und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

„Es ist jedoch keineswegs so, dass wir uns nach all den Jahren bei diesem Thema zurücklehnen könnten, weil angeblich schon so viel erreicht wurde. Eher das Gegenteil ist der Fall“, betont die Gleichstellungsbeauftragte und nennt Beispiele. So gebe es nach wie vor Lohn- und Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern trotz gleicher Arbeit. Auch 2019 würden Frauen rein rechnerisch bis zum 18. März „umsonst“ arbeiten müssen, erst ab diesem Tag sei die Lohngleichheit wieder hergestellt. „Die vom Statischen Bundesamt errechnete Lohnlücke zwischen Frauen und Männern liegt aktuell bei 21 Prozent. Vor zehn Jahren, als der aus den USA stammende Equal Pay Day auch in Deutschland publik wurde, mit dem gleicher Lohn für gleiche Arbeit gefordert wird, waren es 23 Prozent. Also sind wir in den zehn Jahren nicht viel weiter gekommen“, so Deerberg.

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Auch die erst dieser Tage veröffentlichte Studie des Schweizer Weltwirtschaftsforums belege, dass die Gleichberechtigung in Deutschland ins Stocken geraten sei. In der jährlich aufgestellten Rangliste mit 149 Ländern sei Deutschland von Platz 12 auf Platz 14 gerutscht. Untersucht wurden vor allem die Bereiche Politik, Wirtschaft, Zugang zu Bildung und Gesundheit. Im nächsten Jahr plant die Gleichstellungsbeauftragte deshalb mehrere Projekte, die eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erzielten, etwa Tanz- und Theaterprojekte in der Innenstadt oder die Teilnahme am Streik der Frauen, zu dem am 8. März bundesweit aufgerufen werden soll.

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