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Plön DLRG einsatzbereit dank Aushilfssteg
Lokales Plön DLRG einsatzbereit dank Aushilfssteg
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14:05 26.07.2019
Von Dirk Schneider
Dank des provisorischen Stegs an der Prinzeninsel ist das Rettungsboot der DLRG sofort startklar für den EInsatz. Quelle: Dirk Schneider
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Plön

Die Wassersportsaison läuft auf Hochtouren und die Badezeit hat begonnen. Die Wachgänger der DLRG haben die Station am Strandbad Prinzeninsel besetzt, um die Sicherheit auf dem Großen Plöner See während der Sommerferien zu verbessern. Ermöglicht wird dieser Einsatz durch die spontane Unterstützung tatkräftiger Helfer, die den Rettungsschwimmern einen provisorischen Steg für das Motorboot zur Verfügung gestellt und aufgebaut haben.

Alte städtische Anlage war marode

Die alte städtische Anlage, die stets im Winterhalbjahr abgebaut wird, war derart marode, dass man sie nicht wieder installiert werden konnte. Als Ersatz soll nun ein etwas größerer Schwimmsteg angeschafft werden, der mit einem Geländer nachgerüstet und damit auch als Anleger für Elektrofähren dienen könnte, erklärte Bürgermeister Lars Winter. Die Stadt Plön plant, zwischen Jugendherberge, Prinzeninsel und Innenstadt eine maritime Verbindung herzustellen, um den touristischen Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Für diesen Zweck seien 10.000 Euro im Haushalt eingestellt, wobei die tatsächlichen Kosten voraussichtlich 15.000 Euro betragen dürften, so Winter. Allerdings habe sich die Anschaffung des Stegs aufgrund des Zuwartens auf eine finanzielle Projektförderung durch die Aktivregion Schwentine – Holsteinische Schweiz und die damit verbundenen Ausschreibungsbedingungen verzögert, bedauert Winter.

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Einsteigen vom Steg aus ermöglicht schnelleren Start

Für die DLRG stellte dieser Umstand allerdings ein großes Problem dar, erklärte dessen technischer Einsatzleiter Torben Bläse. „Wir können mit dem Kunststoffrumpf der Rettungsbootes nicht auf den teilweise steinigen Strand auflaufen“, so Bläse. Zudem berge das flache Wasser große Gefahren für den Außenbordmotor. Da man das Boot nicht einfach raus schieben könne, müsste man es im Tiefen verankern. Das Rauslaufen oder –schwimmen verbiete sich allerdings aus verschiedenen Gründen. „Die meisten Einsätze fahren wir im Rahmen von Seenotfällen, um Kanuten und Seglern zu helfen“, berichtet der zweite Vorsitzende des DLRG-Ortsvereins Sebastian Bahr. Bei diesen längeren Fahrten trüge man die volle Schutz- und Einsatzkleidung, die klitschnass wenig nütze. Vor allem aber ermögliche das Einsteigen vom Steg aus einen deutlich schnelleren Start. Vom Alarm im Ausguck bis Vollgas im Boot braucht ein eingespieltes Team ohne jegliche Hektik nur eine Minute. Binnen kürzester Zeit können die Retter die Notfallorte erreichen. „Und auf dem Wasser zählt mitunter jede Sekunde“, so Bahr.

Angesichts dieser Problematik hätten Achim Kuhnt vom Campingplatz Spitzenort, Helge Wiederich von der Plöner Segelschule und der SCvP die Pfosten, Träger und Laufplanken für einen mobilen Steg zur Verfügung gestellt und aufgebaut. Diese provisorische Anlage werde zum Ende der Ferien demontiert, kündigte Bläse an. Im kommenden Jahr, so die Hoffnung, könne man wieder einen vorhanden städtischen Steg nutzen.

Hans-Jürgen Schekahn 26.07.2019
Dirk Schneider 26.07.2019
Sibylle Haberstumpf 25.07.2019