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Plön Erster Spatenstich für Neubaugebiet
Lokales Plön Erster Spatenstich für Neubaugebiet
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18:10 22.10.2019
Von Astrid Schmidt
Endlich geht es los: Nach drei Jahren Planungszeit beginnt die Erschließung. Bürgermeisterin Angela Maaß steigt gleich selbst in den Bagger für den symbolischen ersten Spatenstich. Dabei sind (von links) Florian Bargholz von der Erschließungsfirma, Petra Pluhar, Ulrike Schneider, Klaus Pfeiffer und Werner Bargholz. Seine Firma wird die Grundstücke für die rund 115 Wohneinheiten erschließen und vermarkten. Quelle: Astrid Schmidt
Probsteierhagen

Die Gemeinde, so betonte die Bürgermeisterin Angela Maaß, trage mit diesem Baugebiet der ungebrochen hohen Nachfrage nach Wohneigentum, vor allem auch aus der eigenen Gemeinde, Rechnung. (2015 war auf der gegenüberliegenden Seite das Gebiet um den Dabeler Ring mit 21 Wohneinheiten neu entstanden.) „Wir sind sehr froh, dass es endlich losgeht“, sagte Maaß. Noch vor ihrer Zeit als Bürgermeisterin war die Planung begonnen worden. Der erste Beschluss, den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan zugunsten von Wohnbebauung zu ändern, fiel im Dezember 2016.

Fläche musste aus dem Landschaftsschutz entlassen werden

Doch das Ganze war kein Selbstgänger. Denn Grundvoraussetzung für die Planung war eine sogenannte Entlassung der Fläche aus dem Landschaftsschutz. „Dazu mussten verschiedene naturschutzfachliche Gutachten erstellt werden“, erklärte Maaß eine Besonderheit. Das habe dann auch sehr viel Zeit gekostet. iter. Unter anderem war eine sogenannte FFH-Prüfung (Flora-Fauna-Habitat) erforderlich, weil die Hagener Au und der Passader See zusätzlich in einem FFH-Gebiet liegen. Insbesondere musste ein relativ großer Abstand zwischen Hagener Au und der geplanten Neubebauung eingehalten werden.

Auch eine Kita ist geplant

Drei Jahre später verabschiedeten die Ortspolitiker die endgültige Satzung über den Bebauungsplan und stellten damit die planungsrechtlichen Weichen für ein Baugebiet, in dem Mehrfamilienhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser gebaut werden. Geplant ist auch eine Kita. „Derzeit schreiben wir den Betrieb mit Bau der Kita aus, aber falls sich kein Interessent findet, überlegen wir, ob wir als Gemeinde selbst bauen“, kündigte Maaß an. Es entsteht außerdem ein Parkplatz für etwa 34 Fahrzeuge im Eingangsbereich zum Neubaugebiet, der dann auch von der Schule mitgenutzt werden soll. Diese Flächen überträgt der Erschließungsträger, die Firma Bargholz, kostenfrei auf die Gemeinde.

Vermarktung des Baugebiets in Probsteierhagen startet

Werner Bargholz zeigte sich „zufrieden“, auch wenn es, wie er sagte, „die längste Planung“ seiner bisherigen Tätigkeit war. Aber: „Es sind 70 Prozent der Grundstücke reserviert und die Vermarktung startet jetzt erst. Nächste Woche werden die ersten Notarverträge geschlossen“, sagte Bargholz. Der Erschließer aus Schönkirchen wies darauf hin, dass es bereits zu Beginn der Planung viele Nachfragen gegeben habe. „Wir haben uns sehr viel Mühe gemacht bei der Berücksichtigung der Interessenten“, betonte Bargholz. So habe man auch darauf geachtet, dass insbesondere Menschen aus der Gemeinde selbst beziehungsweise „Rückkehrer“ bedient werden. Ob tatsächlich die Nachfrage nach sieben Mehrfamilienhäusern (zwei Geschosse plus Staffelgeschoss) besteht, könne er noch nicht sagen. Das werde man abwarten, gegebenenfalls reagieren und auf Reihenhäuser umschwenken, so Bargholz. Er rechnet damit, dass im Sommer 2020 die Erschließung abgeschlossen sein wird. „Vorausgesetzt, wie bekommen keinen allzu strengen Winter“, schränkt er ein. Die ersten Häuser dürften dann im Frühjahr bezugsfertig sein.

Namen für drei neue Straßen werden gesucht

Eine Aufgabe haben die Ortspolitiker nun noch: Die Namen für die drei Straßen festzulegen. Dafür hofft Angela Maaß auf kreative Unterstützung aus der Einwohnerschaft. Sie selbst habe bereits einen Vorschlag: „Geschützt werden sollte in diesem Gebiet der Steinbeißer, der hier im Bach vorkommt. Da könnte eine Straße nach ihm benannt werden“, erklärte sie. Im nächsten Bauausschuss am 4. November, 19.30 Uhr, im Schloss Hagen, dürften weitere Vorschläge folgen.

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