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Plön Per QR-Code in die Ortsgeschichte
Lokales Plön Per QR-Code in die Ortsgeschichte
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06:00 21.06.2019
Von Astrid Schmidt
Die Spurensucher in Probsteierhagen, wie (von links) Hans-Erich Harder, Theresa Georgen, Horst Perry und Karl-Heinz Fahrenkrog, haben den historischen Pfad erneuert und bieten jetzt 29 Stationen auf dem Weg durch die Ortsgeschichte an. Quelle: Astrid Schmidt
Probsteierhagen

Ende 2005 gründete sich unter dem Dach des Fördervereins Schloss Hagen die Arbeitsgruppe Historischer Pfad. Ihr Ziel: die Geschichte des Dorfes anhand von bedeutsamen Gebäude erlebbar machen. 2007 ging der Historische Pfad mitsamt einer Begleitbroschüre an den Start und stieß auf große Resonanz bei Einheimischen und Besuchern. 

Seitdem ist eine Menge passiert, die Hobbychronisten, die auch als sogenannte Spurensucher (VHS-Projekt) vier Bücher zur Dorfgeschichte herausgegeben haben, stießen bei ihrer Arbeit auf immer neue Informationen und weiteres Material, wie Hans-Erich Harder bei einem Ortstermin erklärte. Dann fiel vor zwei Jahren die Entscheidung: Der Historische Pfad wird überarbeitet.

Sieben weitere Objekte aufgenommen

 Die Spurensucher erneuerten nicht nur den Bestand, sondern nahmen sieben weitere Objekte mit auf. „Wir haben uns vor allem im Ortszentrum die Handwerkerhäuser vorgenommen, wie das des Polsterers, des Klempners, des Schlachters und des Sattlers“, erklärte Horst Perry. Man wolle damit auch deutlich machen, dass Probsteierhagen von jeher ein reines Handwerkerdorf war. „Der große Boom war von 1800 bis 1880. Wir hatten hier nie Landwirtschaft“, so Perry. Er hatte auch im Landesarchiv Schleswig neue Daten für das sogenannte Pächterhaus erhalten, das 1804 von Christoph Blome erbaut und nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1805 an das Gut verpachtet wurde. 

Doch nicht nur die Inhalte sind überarbeitet, sondern auch das Layout. In Regie von Theresa Georgen entstand ein dezentes Grau, das den historischen Gemäuern gerecht wird. Als besonderer Clou ist ein QR-Code eingerichtet, über den sich der Besucher mehr Informationen, Lagepläne und geschichtliche Hintergründe auf sein Smartphone laden kann.

Spurensucher bezahlen alles aus eigener Kasse

Die Länge von 2,8 Kilometer ist unverändert geblieben. Die Kosten von 2600 Euro werden vollständig aus eigener Kasse der Spurensucher bezahlt. Gut gefüllt war sie durch den Bücherverkauf der Spurensucher, die insgesamt vier thematisch geordnete Abhandlungen über ihren Ort herausgegeben und über 1000-mal verkauft haben. „Deshalb ist unsere Kasse nun leer und wir hoffen auf Spenden“, sagte Hans-Erich Harder

Der historische Rundweg lässt sich entweder allein erkunden oder aber man schließt sich einer Führung an. Horst Perry bietet den Rundgang durch das alte Dorfzentrum unter anderem am Sonntag, 11. August, 15 Uhr, ab Dorfplatz an. 

Wer das Projekt Ortsgeschichte unterstützen oder eine Führung anmelden möchte, kann sich an den Förderverein Schloss Hagen wenden, Tel. 04348/7576, Spenden können unter dem Stichwort „Spurensucher“ auf das Konto bei der VR-Bank eingezahlt werden, IBAN DE 352139 0008 0007 4854 33.

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