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Plön Neue Chance für den Wasserwanderweg
Lokales Plön Neue Chance für den Wasserwanderweg
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14:27 03.09.2018
Von Nadine Schättler
Die Schwentine soll für einen umweltverträglichen Tourismus attraktiver werden. Jetzt sitzt die Stadt Schwentinental als großer Kritiker des Projektes möglicherweise doch noch mit im Boot. Quelle: Nadine Schättler
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Schwentinental

Insgesamt 18 Kommunen hatte der Kreis Plön als Projektträger der geplanten Untersuchungen im Hinblick auf ein „Entwicklungskonzept für eine umweltverträgliche Attraktivierung und nachhaltige Qualitätssicherung des Wasserwanderweges Schwentine“ im vergangenen Jahr nach ihrer Teilnahme gefragt. Neben Dörnick war Schwentinental die einzige Kommune, die das von der Aktivregion Schwentine/Holsteinische Schweiz zu 80 Prozent geförderte Vorhaben trotz der geringen anteiligen Kostenbeteiligung von 1200 Euro ablehnte.

Die Gründe: Der Fokus liege auf der touristischen Erschließung der Schwentine, der Umweltschutz sei sekundär und das Projekt impliziere hohe Folgekosten für Beschilderungen und Einrichtungen wie Stege oder Abfallbehälter.

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Kein hemmungsloser Massentourismus

Die Stadtvertretung verwies einen Antrag der Grünen- und der WIR-Fraktion zur Teilnahme an dem Projekt vor der Kommunalwahl im Mai an den jetzt neu zusammengesetzten zuständigen Ausschuss. „Wir werden mit diesem Projekt keineswegs einem hemmungslosen Massentourismus in Schwentinental Tür und Tor öffnen“, betonte Grünen-Fraktionssprecher Andreas Müller in der jüngsten Sitzung.

Auch vom Projektträger selbst sowie von Carsten Burggraf vom Naturschutz-Zentrum Integrierte Station Holsteinische Schweiz als Kooperationspartner gab es Rückendeckung: „Es geht um einen gelenkten, naturverträglichen Tourismus. Wir wollen verhindern, dass der Tourist sein Boot ein- und aussetzt, wo er möchte, sein Auto parkt, wo er möchte und seine Hinterlassenschaften an Ort und Stelle lässt“, fasste es Burggraf zusammen.

Am Ende saßen alle in einem Boot

Die Ausschussmitglieder zeigten im Verlauf der Sitzung zunehmendes Interesse an den Argumentationen der Projektunterstützer. Am Ende stiegen alle in ein Boot und entschieden einstimmig, dass die Stadt Schwentinental eine Teilnahme an den Untersuchungen „entsprechend der Leistungsbeschreibungen des Projektträgers“ prüfen möge.

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