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Plön Nahwärme soll alte Ölheizungen ersetzen
Lokales Plön Nahwärme soll alte Ölheizungen ersetzen
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07:00 01.11.2019
Von Silke Rönnau
Bürgermeister Thomas Haß (rechts) und Strategieausschussvorsitzender Dietrich Schnack stellen die Pläne für ein Nahwärmenetz im Ortsteil Rastorfer Passau in einer Einwohnerversammlung vor. Quelle: Silke Rönnau
Rastorfer Passau

„Wir hatten überlegt, was Bürger aktiv zum Klimaschutz beitragen können“, berichtet Bürgermeister Thomas Haß. Die Gemeindevertretung habe das Planungsbüro Treurat und Partner beauftragt, das jetzt einen 93 Seiten starken Entwurf für ein integriertes energetisches Quartierskonzept vorlegte.

Enthalten seien 20 mögliche Maßnahmen, von denen die Nahwärmeversorgung im Ortsteil Rastorfer Passau das mit Abstand größte Projekt sei.

Nahwärme nicht teurer als Heizöl oder Gas

Die Nahwärme solle nicht teurer als Heizöl oder Gas sein, so die Gutachter. 100 Haushalte im Klintener Weg, Düsternbrook, in der Lütjenburger Straße und der Alten Landstraße könnten sich beteiligen, mindestens 60 müssten mitmachen, damit es wirtschaftlich sei.

„Über 90 Prozent der Haushalte in Rastorfer Passau heizen mit fossilen Brennstoffen“, erläutert Haß. Die Heizungen seien durchschnittlich 17 Jahre alt. „Ein Nahwärmenetz kann nicht nur wirtschaftlich betrieben werden, sondern leistet auch einen großen Beitrag zum Klimaschutz.“

Nahwärme kommt aus Martensrade

Für die Wärme will Landwirt Björn Höper aus der benachbarten Gemeinde Martensrade sorgen, der mit seiner Biogasanlage bereits ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in seinem Ort versorgt.

Er wolle eine Leitung bis zum Klintener Weg in Rastorfer Passau verlegen, wo ein BHKW gebaut werden müsse, erklärt Haß. Von dort soll die Wärme durch ein rund drei Kilometer langes Leitungsnetz fließen, das etwa 1,3 Millionen Euro kosten werde.

Dabei bestehe auch die Möglichkeit, ein ins Auge gefasstes Neubaugebiet an der Alten Landstraße mit rund 20 Wohneinheiten anzuschließen und gleichzeitig die Leitungslücke zum letzten Anwesen in der Straße, dessen Besitzer gern dabei wäre, zu schließen.

Genossenschaft als Betreiber

Das Nahwärmenetz soll von einer Genossenschaft betrieben werden. „Das heißt, dass die Bürger alles selbst in die Hand nehmen können“, so der Bürgermeister.

Die Genossenschaft baue das Netz und kaufe die Wärme dafür ein. Man könne auch überlegen, ob man später das Blockheizkraftwerk übernehme, sagt Strategieausschussvorsitzender Dietrich Schnack. „Langfristig ist es anzustreben, die Wärme selbst zu produzieren.“

In der Einwohnerversammlung, die am Dienstag um 19.30 Uhr im Sportheim des TSV Rastorfer Passau beginnt, soll eine Genossenschaft mit drei Vorstands- und vier Aufsichtsratsmitgliedern gegründet werden. „Es sind einige da, die sich einbringen wollen“, freut sich Schnack.

Sie werden von einem Sanierungsmanager unterstützt. Dafür stünden für drei Jahre 80000 Euro zur Verfügung, von denen die Gemeinde dank der Zuschüsse nur 15 Prozent – 4000 Euro pro Jahr – zahlen müsse.

Sanierungsmanager berät Privathaushalte

Der Sanierungsmanager soll auch Privathaushalte zur Energieeinsparung beraten. Dazu gehörten beispielsweise Wärmedämmung, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen.

Das in diesem Zusammenhang angedachte Dörpsmöbil scheine leider nicht auf große Resonanz zu stoßen, bedauert Haß, der das Interesse aber noch einmal in der Einwohnerversammlung abfragen will. „Das ist jetzt eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft“, wirbt er für die Maßnahmen.

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