Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Plön Der Traum vom Fahrradmuseum geht weiter
Lokales Plön Der Traum vom Fahrradmuseum geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 05.11.2019
Von Signe Hoppe
Räder wie dieses Vorkriegsfahrrad von 1932 mit Karbidlampe und lederner Werkzeugtasche gehören in ein Zweiradmuseum, sind sich Heiko Petrich (links) und Holger Juhlke einig. Bisher hatten die Fahrradfreunde keinen Erfolg mit ihrer Suche nach geeigneten Räumen. Quelle: Signe Hoppe
Preetz

Heiko Petrich und Holger Juhlke hatten sich die Suche nach einem geeigneten Gebäude oder Räumen schon schwierig vorgestellt. „Wir sind nicht enttäuscht, dass es noch nicht geklappt hat, das ist einfach realistisch“, sagen die beiden. „Trotzdem halten wir an dem Gedanken fest.“

Alte Räder und Fahrradgeschichten

Ihre Idee von einem Zweiradmuseum als einem Treffpunkt Gleichgesinnter und Interessierter sei auf große Resonanz gestoßen. Die beiden Fahrradliebhaber wollen alte Zweiräder bewahren und lebendig halten, ihre technische Entwicklung aufzeigen und in einen historischen Kontext stellen. Ihr Wunsch: Das Museum solle Ziel von Fahrradtouren sein, Vorträge und Kaffee und Kuchen sollten das Angebot vervollständigen.

„Viele finden den Museumsgedanken gut“, sagt Heiko Petrich. „Niemand hatte aber eine Idee für einen Raum oder konnte uns etwas anbieten.“ Dafür haben sie zehn Räder geschenkt bekommen und dazu die Lebensgeschichten ihrer Besitzer. „Ein älteres Paar wollte sein NSU-Rad einfach nur in gute Hände abgeben“, sagt Holger Juhlke. „Der Mann hatte das Rad in den 1950er-Jahren von seinem Vater geschenkt bekommen. Das hatte 150 DM gekostet, unerschwinglich für das damals junge Paar.“ Mit dem Rad wurde zur Arbeit gefahren und in den Urlaub.

Ein anderer hat ein altes Bäckerrad angeboten, mit großem Brötchenkorb und Werbetafel am Mittelrohr. Ein Stricker-Damenrad, ebenfalls aus den 1950er-Jahren, haben sie an das Maschinenmuseum in Kiel weitergegeben. Es fährt jetzt mit Benzin-Hilfsmotor. „Geschichten hätten wir ohne Ende“, so Heiko Petrich.

Zweiradmuseum in Bad Malente?

Auch Bürgermeister Björn Demmin hatte sich für ein Gespräch mit den beiden Fahrradfreunden Zeit genommen. „Er fand die Idee toll“, sagt Juhlke. „Ein Zweiradmuseum würde gut zum Stadtradeln passen. Aber er hat uns wenig Hoffnung gemacht.“ Die Stadt selbst habe keine passende Immobilie. Vermieter wollten mit Mieteinnahmen Geld verdienen. Das Heimatmuseum hätte nur begrenzten Raum, hier wäre eine Dauerausstellung nicht möglich. Vielleicht könnten wir hier zeitlich begrenzt ein paar Räder ausstellen“, sagt Juhlke.

Juhlke und Petrich sind bereit, Räume selbst herzurichten. „Wir wollen jetzt anfangen“, so Petrich. „Es ist doch ein Schatz, wenn Privatleute so alte Räder der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“ Ein Lichtblick: Die Tourist-Info in Bad Malente habe Interesse an einem Zweiradmuseum im Alten Kurhaus angemeldet. „Das gucken wir uns mal an“, sagt Juhlke. „Und sonst bleiben wir am Ball.“

Kontakt: Holger Juhlke, Tel. 04342/3735 und E-Mail holger.juhlke@in-preetz.de. Heiko Petrich, Tel. 04342/308788 und E-Mail heiko.petrich@gmx.de.

Mehr aus dem Kreis Plön lesen Sie hier.

Ohne Sieg blieben die beiden Plöner Vertreter in der Fußball-Oberliga der Frauen. Der TSV Klausdorf kam trotz hoch überlegenen Spiels über ein 0:0 bei TuRa Meldorf nicht hinaus, während Fortuna Bösdorf gegen Hagen Ahrensburg mit 1:2 unterlag und die siebte Niederlage in Folge kassierte.

Michael Felke 05.11.2019

Wie gut ist der Kreis Plön gegen einen großen Stromausfall gerüstet? Punktuell ganz gut. „Aber wir kämen schnell auch an unsere Grenzen“, sagt der Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung beim Kreis, Harald Koopmann. Sein Wunsch: Alle Gerätehäuser mit einem Notstromaggregat ausrüsten.

Hans-Jürgen Schekahn 05.11.2019

Bebauungsplan Nr. 61 - wenn dieses Thema auf der Tagesordnung des Bauausschusses steht, ist die Stimmung gereizt. Am Dienstag ist das wieder der Fall, um 19 Uhr beginnt die Sitzung im Heikendorfer Rathaus. Vorgestellt wird ein neues Gutachten, in dem es um die Verkehrsbelastung am Schulredder geht.

Sibylle Haberstumpf 05.11.2019