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Plön Sohn wünscht sich weitere Vernetzung
Lokales Plön Sohn wünscht sich weitere Vernetzung
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10:00 13.07.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Ein Symbol für die Städtefreundschaft zwischen Lütjenburg und Rakvere (von links): Bürgermeister Dirk Sohn, sein estnischer Amtskollege Marko Torm und Bürgervorsteher Siegfried Klaus legen ihre Hände zusammen. Quelle: Privat
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Lütjenburg

Parallel dazu reiste eine Gruppe von Vertretern des Kreises Plön aus Anlass der 30 Jahre alten Partnerstadt mit dem Verband Lääne-Virumaa. Sie wurde angeführt vom Kreispräsidenten Stefan Leyk und dem stellvertretenden Landrat Thomas Hansen.

Wie ist es um den Zustand der Partnerschaft zwischen Lütjenburg und Rakvere bestellt? 

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Dirk Sohn: Neben der Partnerschaft zu Sternberg ist das eine sehr lebendige Partnerschaft. Sie steht zwar nicht so in der Öffentlichkeit. Aber wir haben zum Beispiel regelmäßig einen Jugendaustausch. Letztes Jahr war eine Verwaltungsdelegation, angeführt vom Bürgermeister und Bürgervorsteher aus Rakvere, hier.

Was hat Sie bei Ihrer Reise nach Rakvere besonders beeindruckt?

Besonders spannend fand ich die Tatsache, dass sich die Esten in den 30 Jahren nach Ende der Sowjetunion wirklich davon gelöst haben. Das merkt man an vielen Stellen. Man sieht in Rakvere an vielen Orten noch die Bausubstanz aus Sowjetzeiten, aber daneben viele neue Dinge, die die Bürger geschaffen haben. Ein neues Rathaus, ein neues Kino, Sportplätze und Sporthallen. Sie betreiben ein eigenes Stadttheater. Europaweit ist Rakvere die kleinste Stadt, die ein eigenes Theater besitzt. Und das nur bei 15 000 Einwohnern. Bei dieser Größe eine eigene Spielstätte zu führen, ist schon einzigartig.

Gibt es einen Unterschied zwischen Estland und Deutschland, der Ihnen aufgefallen ist?

Egal, wo man war, Jung und Alt waren immer gemeinsam mit irgendetwas beschäftigt. Da gibt es offenbar eine andere Mentalität. Estland ist insgesamt sehr sauber. In ganz Rakvere habe ich nicht eine einzige Zigarettenkippe gefunden. Sehr sauber und nicht nur da, wo die Touristen sind. Geschätzt habe ich die Freundlichkeit der Menschen. Egal, wen man anspricht, alle sind freundlich.

Welche Partnerschaftsprojekte stehen als nächstes an?

Wir wollen die jetzige Reise etwas sacken lassen. Das haben wir so mit den Partnern abgemacht. Ich gehe davon aus, dass Lütjenburg im nächsten Jahr wieder eine Einladung ausspricht. Parallel dazu läuft der Jugendaustausch, der innerhalb der nächsten zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff stattfinden soll.

Gibt es noch Projekte, die Sie sich für die Zukunft wünschen?

Ich würde mir im Bereich Wirtschaft und Tourismus eine intensivere Vernetzung wünschen. In Estland und auch in Rakvere sitzen Firmen, die international tätig sind. Es hört sich visionär an, aber träumen darf man ja: Firmengründungen von Esten in Lütjenburg. Im Bereich Tourismus kann ich mir gegenseitige Reiseangebote zum Beispiel zwischen den Hotels in Rakvere und Lütjenburg vorstellen.

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