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Plön Rinder fahren über den See
Lokales Plön Rinder fahren über den See
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12:49 18.11.2012
Von Sonja Paar
Auf einem Floß ging es für die Rinder über den Lanker See. Quelle: sp
Preetz

Um den Bewuchs niedrig und damit ideal für die geschützten Schlüsselblumen zu halten, stellt  Richard Kiene aus Behrensdorf dem NABU seit einigen Jahren seine robusten Highlandrinder über den Sommer als „Rasenmäher“ zur Verfügung. Fleißig fressen, das ist für die Kühe keine Schwierigkeit.

Im vergangenen Jahr hatte es allerdings eine unerwartete Wendung gegeben. Die vier Jungbullen auf dem Appelwarder waren über den Sommer wild geworden und ließen sich nicht einfangen. Kiene hatte keine andere Wahl als die Rinder auch den Winter über auf der Halbinsel zu lassen. Im Frühjahr stellte er, um die Tiere wieder zu zähmen, eine Mutterkuh mit auf die Insel und fütterte die Rinder über den ganzen Sommer an, um sie nun wieder vom Appelwarder holen zu können.

So waren die Mitarbeiter des Landwirtes, die Aktiven des NABU und die Feuerwehrleute, die morgens mit ihrem Boot am Lanker See eintrafen entsprechend aufgeregt und hofften, die Tiere reibungslos wieder ans Festland zu bekommen. „Ein Bulle hat gestern noch Schwierigkeiten gemacht und war sehr nervös. Wenn der auf dem Floss springt und mit der Unruhe die anderen noch ansteckt, nicht auszudenken. Ich habe die ganze Nacht wach gelegen und mir überlegt, was alles passieren kann“, verrät Reinhard Depner vom NABU.

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