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Plön Brückenbauer für die Integration
Lokales Plön Brückenbauer für die Integration
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15:48 21.05.2019
Von Silke Rönnau
Jutta Ziegler lädt unter dem Motto „Preetz packt an“ Arbeitgeber zum Info-Abend über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Migranten ein. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Der Runde Tisch Arbeit hat sich vor gut zwei Jahren unter der Federführung der Koordinierungsstelle für Integration und Migration in der Plöner Kreisverwaltung gegründet. Gemeinsam mit Arbeitsmarktakteuren wurde bereits in verschiedenen Fachveranstaltungen und Arbeitsmarktgesprächen beleuchtet, wie Probleme oder bürokratische Hürden überwunden werden können und welche Förder- und Hilfsmöglichkeiten für Betriebe angeboten werden.

Austausch und Infos für Unternehmen in Preetz

Am 23. Mai können sich Verantwortliche aus Firmen und Unternehmen von 18 bis 20 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Preetz, Kieler Straße 30, mit Vertretern aus Jobcenter, Agentur für Arbeit, Kammern, Bildungsträgern und Ausländerbehörde zum Thema „Beschäftigung von Mitarbeitern mit (Flucht-)Migrationshintergrund“ austauschen.

Die Koordinierungsstelle des Kreises kümmert sich darum, die einzelnen Netzwerke zu verbinden. „Wir sind quasi die Schnittstelle und versuchen, das Öl im Getriebe zu sein“, erklärt Koordinatorin Jutta Ziegler. Bei der ersten Veranstaltung für Mitarbeiter aus dem Bereich Berufsberatung habe man überlegt, wie man die Kompetenzen der Migranten ermitteln könne, zum Beispiel durch ein Selbsterkundungsprogramm zu den bisherigen Berufserfahrungen. Außerdem gab es Fachtage und Informationen für Arbeitgeber.

Nicht zu früh in die Ausbildung

„Wir wollen die Menschen zusammenbringen, aber nicht mit der Gießkanne, sondern passgenau“, betont Jutta Ziegler. Größte Hürde bei der Integration sei immer noch mangelnde Sprachkenntnis – und dazu müssten die Migranten auch noch die Fachsprache lernen. „Manche haben zum Teil zu früh mit der Ausbildung angefangen, das rächt sich dann in der Berufsschule“, meint sie. Da sei es für Arbeitgeber und Migranten wichtig zu wissen, dass es beispielsweise eine Einstiegsqualifizierung für sechs bis zwölf Monate sowie ausbildungsbegleitende Hilfen gebe. Und dass Ansprechpartner helfen, wenn es doch mal schwierig werde.

„Mir ist es wichtig, dass die Migranten keine Extrawurst gebacken bekommen, sie müssen auch etwas leisten“, sagt Jutta Ziegler. Aber die Vermittlung in Ausbildung und Arbeit sei im Grunde auch ein Investitionsprogramm, denn wer Geld verdiene, gebe es als Konsument auch wieder aus. Selbst wenn sie in ihr Heimatland zurückkehrten, sei es eine indirekte Entwicklungshilfe. Der Runde Tisch Arbeit sei ziemlich einmalig im Land, freut sie sich. „Wir dienen als Türöffner und Brückenbauer – es gibt so viele Möglichkeiten.“

Anmeldung und weitere Infos bei Jutta Ziegler, E-Mail: Jutta.Ziegler@kreis-ploen.de oder Tel. 04522/743530.

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