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Plön Seenotretter im Hafen gefangen
Lokales Plön Seenotretter im Hafen gefangen
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06:00 03.01.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Seenotretter Woltera kann seit drei Wochen nicht auslaufen. Die Kontroverse  um das Baggern einer Fahrrinne über eine Sandbank bedroht den Standort Lippe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Behrensdorf

In einem Schreiben informierte der Besitzer des Hafens, Graf Franz von Waldersee, die Bootsanlieger über die Situation. Danach läuft die Genehmigung zum Ausbaggern einer Fahrrinne über die Sandbank aus. Sie werde nicht noch einmal automatisch um fünf Jahre verlängert wie bisher. Sie muss neu beim Landesbetrieb für Küstenschutz beantragt werden. Und das ist offenbar mit Auflagen und Kosten verbunden. Nicht betroffen davon ist die Hafeneinfahrt, die weiterhin vom Schlick befreit werden kann. Nur für die Sandbank davor gelten die neuen Spielregeln.

Nur noch einen Meter Wassertiefe

Graf von Waldersee geht davon aus, dass der Wasserstand über der Sandbank nur noch 80 bis 100 Zentimeter beträgt. „Allerdings kann auch dafür keinerlei Garantie übernommen werden.“ Er stellt den Bootseignern frei, ohne Einhaltung von Fristen zu kündigen. Laut von Waldersee schlägt allein eine gewünschte Untersuchung des Sediments unter der Sandbank mit mehreren zehntausend Euro zu Buche. „Ich kann das nicht bezahlen.“ Laut seinen Angaben fordert der Landesbetrieb weiter, dass das Baggergut nach Schönberg transportiert wird und als Strandaufschüttung dient. Bisher schaufelte der Bagger den Sand neben die Hafeneinfahrt in Lippe. Dort transportierte die Strömung der Ostsee ihn weiter. Diesen Weg hätte der Sand auch auf natürlichem Wege genommen.

DGzRS sucht Kontakt mit dem Land

Die Sandbank blockiert den Bootsverkehr. „Seit drei Wochen kann die Woltera nicht auslaufen“, sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Eventuelle Einsätze müssen nun von den Stationen in Laboe oder Heiligenhafen wahrgenommen werden. Von Lippe aus startet das DGzRS-Boot rund 20 Mal im Jahr zu Rettungsfahrten. Man werde mit dem Land Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden.

Der Landesbetrieb für Küstenschutz ist überrascht von dem Schreiben von Graf von Waldersee, das zwischen den Tagen öffentlich wurde. Am 26. September habe es ein Gespräch mit allen Beteiligten gegeben, um einvernehmlich eine Lösung zu finden.

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