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Plön Rewe-Markt bleibt
Lokales Plön Rewe-Markt bleibt
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21:20 26.02.2020
Von Nadine Schättler
Der Rewe-Markt bleibt in der Schmiedeplatz-Passage. Für eine Markterweiterung müssen die Mehrfamilienhäuser an der Ecke Teichtor und Buurvagt (links im Bild) weichen. Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Möglich macht es das bundesweite Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, an dem die Gemeinde Heikendorf seit 2015 beteiligt ist. Mithilfe der Kieler Gesellschaft für Ortsentwicklung und Stadterneuerung (GOS) als Sanierungsträger hat die Gemeinde ein umfangreiches integriertes Entwicklungskonzept (IEK) erarbeitet. Dazu gehört auch die Entwicklung rund um den Schmiedeplatz, der mit der Passage und dem Rewe-Markt als „Ankermieter“ ein wichtiger Anlaufpunkt in der Heikendorfer Ortsmitte ist.

Drei Mehrfamilienhäuser müssen weichen

Die Herausforderung: Für den erfolgreichen Verkauf der Passage und einen Erhalt des Verbrauchermarkts musste die Gemeinde zunächst Optionen ausloten, mit denen eine Erweiterung des Markts und eine zeitgemäße Modernisierung möglich wird. Die Lösung: Drei Mehrfamilienhäuser an der Ecke Teichtor und Buurvagt sollen weichen, damit die Grundstücke in Parkflächen umgewandelt werden und an den neuen Eigentümer der Passage veräußert werden können.

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Der neue Eigentümer Dieter Kopplin kommt aus Schönberg

„Der Schmiedeplatz ist ein sehr schwer zu lösender Knoten gewesen“, informiert Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU) in einem Pressegespräch. Nur mithilfe des Städtebauförderungsprogramms, das eine Dreiteilung der Kosten für Bund, Land und Kommunen vorsieht, konnte der Grunderwerb als Basis für das Projekt angeschoben werden.  Ein komplettes Haus und einige Wohnungen auf der anvisierten Fläche hat die Gemeinde nach Auskunft des Bürgermeisters bereits erworben. „Es gab relativ schnell ein großes Verkaufsinteresse“, berichtet Peetz. Dieses Signal war die Grundvoraussetzung für den Vertragsabschluss mit dem neuen Eigentümer, Dieter Kopplin aus Schönberg, der in der Region als Grundbesitzverwalter einen Namen hat. „Die Gemeinde ist sehr froh, einen Vorhabenträger gefunden zu haben, der eng mit uns zusammenarbeitet und einen guten Leumund hat“, so Peetz.

Alle aktuellen Mieter können bleiben

Der neue Eigentümer verspricht, noch im Laufe dieses Jahres optische Aufwertungen und Verbesserungen an der Passage vorzunehmen. „Für den Leerstand in der ehemaligen Bäckerei haben wir einen Mietinteressenten, der wahrscheinlich im Herbst einzieht“, sagt Dieter Kopplin. Auch versichert er, dass alle aktuellen Mieter bleiben können. Inklusive Rewe. Der Mietvertrag, der von dem vorherigen Eigentümer wegen des anstehenden Verkaufs nicht verlängert wurde (wir berichteten), konnte nach Auskunft des Grundbesitzverwalters bereits „umgewandelt“ werden. Viele Heikendorfer, insbesondere der Handels- und Gewerbeverein (HGV), waren in der Vergangenheit besorgt über einen möglichen Rückzug des Supermarkts, der die Wirtschaft in der Ortsmitte stärkt. HGV-Vorsitzender Thomas Pekrun: „Die neue Situation ist für uns alle existenziell erleichternd.“ Man freue sich, so der Vorsitzende, dass ein Investor aus der Region gefunden wurde, der das Projekt Schmiedeplatz „zu einem guten Ende“ führen wird.

27 Millionen Euro Investitionsvolumen

Langfristig sollen größere bauliche Veränderungen rund um die Schmiedeplatz-Passage zu der gewünschten Erweiterung des Verbrauchermarkts im unteren Geschoss führen. Zunächst aber muss die Gemeinde einen Bebauungsplan erstellen, Kopplin einen Bauantrag einreichen. „Ich hoffe, dass die Genehmigung mit dem Abschluss des B-Plans in anderthalb bis zwei Jahren vorliegt. Dann können wir mit dem Umbau starten und eine hundertprozentige Verbesserung des Einkaufserlebnisses erreichen“, so Kopplin. Angesichts der positiven Entwicklungen für die Schmiedeplatz-Passage blickt Bürgermeister Tade Peetz in Sachen Ortsmitte-Sanierung optimistisch nach vorne: „Wir reden seit zehn Jahren drüber. Aber wir waren noch nie so weit, wie wir jetzt sind.“ Das Investitionsvolumen für alle Maßnahmen, die als Optionen in einem Katalog aufgelistet sind und einzeln von der Gemeinde Heikendorf beraten werden müssen, beträgt rund 27 Millionen Euro.

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