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Plön Mit den Parkraumüberwachern unterwegs
Lokales Plön Mit den Parkraumüberwachern unterwegs
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07:22 10.07.2019
Von Astrid Schmidt
So viel Zeit muss sein: Eckhard Penner (links) und Jürgen Ehlers gönnen sich bei ihrem Rundgang auch den Blick über den Deich. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

An diesem Tag ist das Wetter durchschnittlich. Also sind nicht alle Parkplätze belegt, die Auswahl ist noch groß. Die ersten zwei Pkw-Fahrer haben ordnungsgemäß ihren Parkschein gelöst, sie haben noch Zeit genug. Doch schon fallen den beiden erfahrenen Überwachungskräften die zwei hinter der Frontscheibe platzierten Parktickets ins Auge, die abgelaufen sind. Jürgen Ehlers und Eckhard Penner schreiten zur Tat. Sie zücken das Smartphone, auf dem eine spezielle Software installiert ist und dokumentieren den Fall. Es werden Autokennzeichen, Fabrikat und Farbe des Kfz notiert. Per Tastendruck ist der Vorgang bei der Kreisverkehrsbehörde. Jürgen Ehlers entnimmt seinem Gerät einen Beleg, den er hinter den Scheibenwischer klemmt. Zehn Euro werden fällig, wenn die gekaufte Parkzeit abgelaufen ist. „Die Leute haben jetzt die Möglichkeit, direkt zu überweisen. Oder sie warten auf die Post, die sie dann vom Kreis bekommen. Wenn das Geld vorher eingegangen ist, kommt gar keine Post“, erklärt Ehlers

Auch für den Blick über den Deich ist Zeit

Die überwiegende Mehrheit wie Urlauber Mike Romeiss folgen der Forderung der Gemeinde nach einem Entgelt für saubere und ordentliche Parkflächen. „Für mich ist das selbstverständlich. Die Gemeinde hält ja auch die Flächen in Ordnung“, sagte der Gast aus Kaiserslautern. Er plaudert noch etwas mit Jürgen Ehlers und fährt gut gelaunt in den Tag. Der Kontrollgang führt in Richtung Seebrücke. Dort gönnen sich die beiden 450-Euro-Kräfte den weiten Blick über den Deich. „So viel Zeit muss sein“, so Ehlers. Schließlich war er mehr als vier Jahrzehnte hauptberuflich als Strandwärter beim Touristservice im Einsatz. 

Manche nehmen es gelassen – aber längst nicht alle

Weiter geht es zur Berliner Straße. Dort ist an diesem Tag alles in Ordnung. Noch einmal retour zum Großparkplatz. Nächster Pkw: kein Parkticket. Ehlers zückt erneut sein Gerät, als die beiden Fahrer mit Einkaufstaschen beladen aus dem Edeka-Markt kommen und auf ihr Auto zusteuern. Doch zu spät. „Da haben wir wohl Pech gehabt“, sagt Kerstin Schildhauer. Sie macht mit ihrem Mann Heiko in Schönberg Urlaub, den sich die beiden Brandenburger aber nicht vermiesen lassen wollen. „Tja, Regel ist Regel“, meinen sie. Dennoch: Ein Schild hätten sie nicht gesehen, das wäre ihnen aufgefallen. Sie wollten eigentlich nur einkaufen. Doch das Gespräch bleibt freundlich und wiederkommen wollen sie auch, betonen die beiden.

Dieser Fall, so räumt Ehlers ein, ist leider nicht selten. „Häufig kommt es auch zu Missverständnissen. Dann denken die Leute, der Parkplatz gehört zum Edeka-Markt.“ Doch weit gefehlt. Die Edeka-Plätze sind extra ausgewiesen, links und rechts neben dem Markt. „Das ist vielleicht ein wenig unübersichtlich“, räumt Ehlers ein. Darauf habe er auch bereits in der Gemeinde hingewiesen. Und als besonderen Service weist er ganz bewusst ankommende Gäste auf die Parkplatzautomaten hin. Auch wenn so mancher sich damit etwas auf den Schlips getreten fühlt, wie ein älterer Herr, der sich über diesen Hinweis wunderte. „Aber wir wollen ja keinem was Böses, es soll nur alles seine Ordnung haben“, betont Ehlers. Dass er und sein Kollege es nicht immer leicht haben, erzählen sie so nebenbei. „Man wird schon mal aufs Übelste beschimpft. Da hilft nur Ruhe bewahren, und es ist besser, man geht zu zweit“, sagt Ehlers. Er muss es wissen. Er macht den Job seit 2010, sein Kollege kam 2016 hinzu. 

Die Parkraumüberwacher sind vom 15. März bis Ende Oktober im Einsatz – solange wie auch die Parkautomaten aktiviert sind. Außerhalb dieser Zeiten ist das Parken kostenfrei. Kontrolliert werden auch die innerörtlichen Stellplätze, auf denen mittels Parkscheibe ebenfalls die Parkdauer vorgegeben ist.

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