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Plön Gemeinde lässt Verkehrskonzept erstellen
Lokales Plön Gemeinde lässt Verkehrskonzept erstellen
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19:01 20.06.2019
Von Astrid Schmidt
Die Bahnhofstraße in Schönberg ist ein Verkehrsknotenpunkt. Dort kommen Radfahrer, Fußgänger und Auto- sowie Busverkehr auf engstem Raum zusammen. Quelle: Astrid Schmidt
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Schönberg

Die Gemeinde hatte in den Jahren 1999 bis 2001 ein Verkehrskonzept erarbeitet, das den heutigen Verkehrsströmen längst nicht mehr entspricht. Denn zu gewaltigen Veränderungen führten in der Zwischenzeit nicht nur die neuen Baugebiete, sondern beispielsweise auch die gymnasiale Oberstufe am Schulzentrum und das Probsteier Einkaufszentrum Bahnhofstraße/Kuhlenkamp. Deshalb habe sich die Gemeinde entschieden, viel Geld in die Hand zu nehmen und ein neues Verkehrskonzept zu erarbeiten. „Und dazu brauchen wir die Anregungen der Bürger“, sagte Christine Nebendahl, CDU-Ortsvorsitzende und Bürgervorsteherin. 

Peter Ehlers, Bauausschussvorsitzender, und Felix Franke (Mitglied im Planungsausschuss) moderierten das Bürgergespräch. Das machte unter anderem deutlich: Die Bahnhofstraße als Hauptverkehrsachse ist ein Knotenpunkt, an dem sich nicht alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen wohl fühlen. „Wenn ich als Radfahrer einen Bus hinter mir habe, wird es mir mulmig“, sagte ein Anlieger. Er schlug vor, die Busse aus der Bahnhofstraße herauszuhalten. Andere meinten, sie führen mit dem Rad bewusst in der Mitte der Fahrbahn, um sich selbst sicher zu fühlen. Ein Vorschlag einer Bürgerin: Man solle die Parkbuchten abschaffen und den neu gewonnenen Raum gleichberechtigt auf Fußgänger und Radfahrer verteilen. Eine Anregung kam auch von Olaf Platner. Er plädierte dafür, den gesamten Verkehr in Schönberg als Kreisverkehr, also mit Einbahnstraßenregelungen, zu lenken. „Das ist auch in vielen anderen Ort so“, meinte Platner. Ehlers wies darauf hin, dass sich derzeit mit dem Abriss der Gärtnerei Lenkersdorf neue Möglichkeiten zur Entlastung der Bahnhofstraße ergeben. "Auch das wird mit einbezogen“, so Ehlers.

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Belastung rund um das Schulzentrum

Zweiter Schwerpunkt: der Friedhofsweg und die Belastung durch den Verkehr rund um das Schulzentrum. Oberstufenschüler, über 40 zusätzliche Lehrer und Eltern, die ihre Kinder bringen und abholen, erhöhen nicht nur das Fahrzeugaufkommen, sondern auch die Zahl der parkenden Autos. Die Entlastung des Parkraums, so betonte Stefan Hirt vom Schulverband, gelinge aber bereits durch den Bau von rund 100 neuen Stellplätzen auf dem Schulgelände. Auf die Frage, weshalb denn die Schüler, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen, überhaupt mit dem Auto zur Schule fahren, mahnte Nebendahl zu Sachlichkeit. 

Ebenfalls Thema: die künftige Nutzung der Bahnstrecke. Ein Anlieger aus dem Ortsteil Holm fragte: „Wie kommen wir vom Holm zum Bahnhof und können wir dort dann kostenfrei parken?“ Hirt betonte, ein vernünftiges Bus-Bahn-Konzept einschließlich eines Park-and-Ride-Angebots sei ebenso wichtig wie die Bahn selbst. Auch die Anregungen von Konrad Maienschein, es müsse ein Generalverkehrsplan erstellt und dafür der Flächennutzungsplan geändert werden, nahm Peter Ehlers ebenfalls mit. 

Felix Franke appellierte an alle Bürger, sich im Zuge der anstehenden Planung an den bevorstehenden Workshops ebenso aktiv zu beteiligen. „Wir wollen nicht vom grünen Tisch aus planen, sondern bedarfsgerecht und die Bürger mitnehmen“, so Franke.

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