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Plön Siegel für Gemeinschaftsschule Probstei
Lokales Plön Siegel für Gemeinschaftsschule Probstei
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16:44 04.09.2019
Von Frida Kammerer
Tim Hassenkamp (erste Reihe, v.li.), Alyssa Barg, Ronja Glaser sowie Dennis Meinke (unten, v.li.), Hannah Karge, Celina Runge und Davina Ruser versorgen in den Pausen die Grundschüler mit gesunden Leckereien. Quelle: Frida Kammerer
Schönberg

Dass Berufsorientierung nicht nur Besuche beim Jobcenter oder beim RBZ (Regionales Berufsbildungszentrum) in Kiel ist, beweisen jeden Tag die Schüler der Flex-Klasse. Im Gegensatz zu anderen Schulklassen sind die Altersstufen hier sehr gemischt, Schüler zwischen 13 und 17 Jahren lernen hier zusammen. Sie alle verbindet, dass noch nicht ganz klar ist, welchen (Schul-)Weg sie einschlagen werden. In Gruppen zu je drei oder vier Schülern betreuen sie den schuleigenen Kiosk. Es wird gebacken und zubereitet, aber auch kalkuliert und eingekauft. Im Unterricht werden Preise und Mengen kalkuliert, in der Praxis dann die Brezeln in den Ofen geschoben. Hannah Karge ist seit anderthalb Jahren ein Teil des Teams. Die 15-Jährige hat Spaß an dem Projekt - auch wenn sie dafür früher aufstehen muss. "Ich hatte vorher noch nie etwas mit Verkauf oder Geld zu tun - hier habe ich gleich viel Verantwortung", sagt sie.

Der Kiosk muss vor Schulbeginn fertig sein

Noch vor der ersten Stunde muss das jeweils Dienst habende Team da sein und die Pausen vorbereiten. Dafür geht der Unterricht für die Flex-Klassen erst in der zweiten Stunde los. Vorher muss also schon alles vorbereitet sein: Die Brezeln, Muffins oder Schnecken müssen in den Backofen, der Quark mit Früchten muss angerührt werden und die Tomaten müssen mit Mozzarella und Basilikum-Blättern auf die Holzspießchen gesteckt werden. Was in welcher Pause angeboten wird, legen die Schüler im Klassenrat selbst fest. Auch die Kosten und Einnahmen wollen gut kalkuliert werden. Nadine Dibbern vom Jugendaufbauwerk Plön-Koppelsberg, einem Kooperationspartner der Schule, hat immer ein Auge darauf, dass alles klappt. Aber da hat sie wenig Probleme, die Schüler wachsen in die Aufgaben hinein: "Es ist toll zu sehen, wie die Schüler anfangen, sich zu organisieren. Am Anfang legen sie zwar die Brezeln raus, aber vergessen den Ofen vorzuheizen", erzählt Dibbern. Nach und nach würden die Schüler sich immer weiter in die Aufgaben vertiefen und irgendwann würde vieles automatisch klappen. So geht es Tim Hassenkamp. Er ist seit diesem Jahr beim Kiosk-Projekt dabei und freut sich schon über seine eigenen Lernfortschritte: "Ich hab schon viele Dinge gelernt, zuzubereiten. Abwaschen finde ich nicht so toll, aber muss ja auch gemacht werden", erzählt der 13-Jährige.

Mehr als 60 Aussteller bei schulinterner Messe

Ein weiteres, von der Kommission des Berufswahlsiegels ausgezeichnete, Projekt der Schule ist der "Tag der Ausbildung". Hier zeigen rund 60 Aussteller bei einer schulinternen Messe mehr als 80 Berufsbilder. Dabei sind ortsansässige Betriebe wie eine Elektrofirma. Vor allem bevor die Gemeinschaftsschule Probstei die Oberstufe hatte, seien viele Schüler aus der Probstei abgewandert: "Wir sind in der Probstei mehr als nur Tourismus, das wollen wir den Schülern zeigen", erklärt Maike Wuttke, die Fachleiterin für den Bereich Berufsorientierung. Aber auch große Firmen wie Thyssen Krupp oder das UKSH aus Kiel präsentieren sich dort den Schülern ab Klasse acht aufwärts. "Es ist toll, hinterher zu hören, wenn aus einem Informationsgespräch zwischen den Schülern und Angestellten aus dem Betrieb ein Praktikum geworden ist", freut sich Wuttke über den Erfolg der Messe.

Die Plakette mit dem Berufswahlsiegel fehlt noch am Schuleingang - das wird erst am 25. November im Landeshaus in Kiel überreicht.

Es soll in Schönberg zunächst keinen Kulturbeirat mehr geben. Die Satzung wird entsprechend geändert. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Schönberg ohne die Stimmen der CDU aus. Außerdem wurde das Konzept für einen Seniorenpass zurückgezogen.

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