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Plön Haus Heidkate wird Flüchtlingsunterkunft
Lokales Plön Haus Heidkate wird Flüchtlingsunterkunft
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14:30 04.08.2016
Von Astrid Schmidt
Das Haus Heidkate am Korshagener Redder beherbergt in seiner letzten Saison Menschen mit Behinderungen, die dort ihre Ferien verbringen. Ab Oktober ziehen dort Flüchtlinge ein. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Eine Entscheidung, die angesichts der Meldungen über sinkende Flüchtlingszahlen in den Erstaufnahmeeinrichtungen von vielen Bürgern erneut in Frage gestellt wird. Denn bereits im Zuge der Kaufentscheidung hatte es viele kritische Stimmen gegeben. Denn das Haus liegt mitten im touristischen Gebiet am Schönberger Strand.

 Wird denn dieses Gebäude nun überhaupt noch für Flüchtlinge gebraucht? Diese Frage beantwortet Amtsdirektor Sönke Körber mit einem klaren Ja. „Wir haben keine Erkenntnis darüber, dass die Flüchtlingszahl nachhaltig absinkt“, sagte Körber. Er richte bei seiner Überlegung den Blick auf die „politische Großwetterlage“ und sei überzeugt davon, dass das Amt mit dem Kauf dieses „wertigen Gebäudes“ eine weitsichtige und kluge Entscheidung getroffen habe. „Wir haben die Immobilie ganz bewusst gekauft und nicht gemietet“, sagte Körber. Das Amt habe viele Aspekte berücksichtigt und einer davon sei auch die Rückführung von derzeit angemietetem Wohnraum. 130 Wohnungen habe das Amt derzeit im Bestand. „Die werden langsam wieder zurück geführt. Das heißt nicht, dass integrierte Asylbewerber aus ihrem Umfeld gerissen werden, in dem sie inzwischen gut integriert sind. Da betrachten wir jeden Einzelfall sehr genau und prüfen auch in Zusammenarbeit mit dem Helfernetz, ob ein Umzug sinnvoll ist“, schilderte Köber das Vorgehen.

 Das Amt setze das Konzept fort, das sich in dem seit einem Jahr bestehenden Haus der Integration I bewährt habe. Auch personell habe sich das Amt entsprechend verstärkt. Es sei eine neue Stelle als Sachgebietsleitung geschaffen worden, die speziell für die Betreuung der Asylbewerber und die Leitung der beiden Häuser der Integration mit dann insgesamt vier Mitarbeitern zuständig sei, erläuterte Körber. Das Haus werde Ende September übergeben und vermutlich Ende Oktober bezogen, skizzierte der Amtsdirektor den Zeitplan. Nach wie vor sei es das Ziel, dass alle Bewohner autark leben können. „Die Bewohner haben eigene Kochgelegenheiten und sanitäre Anlagen.“ Gemeinschaftsräume seien lediglich ein Zusatzangebot, das auch von den ehrenamtlichen Helfern mit Leben gefüllt werde, so Körber.

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