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Plön 300. Mahnwache für Atomopfer
Lokales Plön 300. Mahnwache für Atomopfer
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17:00 13.12.2016
Von Thomas Christiansen
Bei der 300. Aktion der Fukushima-Mahnwache Schönberg wurden kurze Texte verlesen, die anschließend mit Kerzen auf dem Boden an der Bahnhofstraße abgelegt wurden. Quelle: Thomas Christiansen
Schönberg

„Wir wollen das immer wieder ins Gedächtnis rufen“, erklärt Dörte Zorn aus Stoltenberg. Dazu veranstaltet die Initiative Vorträge, Filmvorführungen sowie Ausstellungen und organisiert Fahrten zu Demonstrationen. Vor allem aber steht sie seit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima jeden Montag von 18 bis 18.30 Uhr in der Bahnhofstraße in Schönberg. Zum Auftakt der Mahnwache, die zunächst wie immer mit einer Schweigeminute beginnt, spricht heute Ulrike Schulz aus Heikendorf: „Wir gedenken der vielen Menschen, die zu Schaden gekommen sind durch die Atomkatastrophe von Fukushima.“ Das Gedenken gelte aber auch den Opfern der Atomkatastrophen in Tschernobyl und Harrisburg sowie von Unfällen des Militärs und auch den Opfern von Hiroshima und Nagasaki.

 Danach lesen mehrere Mitglieder der Initiative Zitate und Berichte vor, legen die Zettel anschließend auf den Boden und beschweren sie mit Kerzen, an deren Glas die Aufkleber „Atomkraft? Nein Danke!“ kleben. Dörte Zorn zitiert Überlebende der Katastrophe in Japan. Andere weisen auf generelle Risiken der Atomkraftnutzung oder andere Atomkatastrophen hin, so zum Beispiel: „Die Opfer von Tschernobyl sind heute noch nicht einmal alle geboren.“ Am Ende geht es wie immer um aktuelle Nachrichten. Ulrike Schulz weist auf das Urteil zur Entschädigung der Atomkonzerne hin, Jochen Poeschel-Gilbert aus Heikendorf macht auf einen geplanten Fernsehbericht zum Thema Atomkraftwerke in Belgien aufmerksam.

 Poeschel-Gilbert ist seit dem Start der Mahnwache im Jahr 2011 dabei, zuerst noch in Kiel, dann in Schönberg. Von den 300 Terminen hat er wohl rund 250 mitgemacht. Das gilt auch für Alwin Feldmann aus Stakendorf. Auf die Frage, wie oft er dabei war, überlegt er nur, wie oft er durch Urlaub oder Krankheit nicht dabei war – 250-mal stand er mindestens schon montags in der Bahnhofstraße. Jörg Gay aus Heikendorf kommt seit 2012 immer mal wieder zu der Mahnwache nach Schönberg: „Ich bin schon sehr lange in der Anti-AKW-Bewegung. Die Demo 1976 in Brokdorf hat mich politisch geprägt.“

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