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Plön Ute Haese legt neuen Regional-Krimi vor
Lokales Plön Ute Haese legt neuen Regional-Krimi vor
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18:15 10.02.2020
Von Astrid Schmidt
Die Schönberger Krimiautorin Ute Haese schickt ihre Protagonistin Hanna Hemlokk wieder auf Ermittlungstour durch die Probstei. "Makrelenblues" heißt der neunte Fall der im fiktiven Örtchen Bokau angesiedelt ist. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Privatdetektivin Hanna Hemlokk ermittelt wieder. Es ist der neunte Fall für die couragierte Spürnase, der im fiktiven Örtchen Bokau (angelehnt an das Dorf Passade mit seinem See). Dort gibt es einen Luxuswohnpark für betuchte Senioren, doch der Tod wohnt mit. Denn nach und nach stirbt ein Rentner nach dem anderen. Ist das vielleicht der natürliche Lauf des Lebens oder hilft gar jemand nach? Die Opfer verbindet auf den ersten Blick nichts weiter als ihre ungewöhnlichen Hobbys. Hanna Hemlokk nimmt in ihrer ihr eigenen Art und der richtigen Portion trockenen Humors die Ermittlungen auf und riskiert am Ende Leib und Leben, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Privatdetektivin Hanna Hemlokk ermittelt in Lissabon

Dabei webt die Autorin eine dichte Handlung, bei der Hanna Hemlokk (wie in bisherigen Fällen auch) nicht allein in der beschaulichen Probstei bleibt. In „Makrelenblues“ reist sie nach Lissabon. So nimmt Ute Haese auch immer wieder Anleihen im eigenen Erleben, ganz nach dem Motto: Das Leben schreibt immer noch die schönsten Geschichten. „Ich war zu meinem 60. Geburtstag in Lissabon, also musste Hanna auch dorthin“, erzählt Ute Haese. Dafür habe sie auch ordentlich an der Handlung gedreht, damit der Fall die Ermittlerin auch logischerweise nach Lissabon führt, verrät die Autorin.

Senioren mit krimineller Energie

Die 62-Jährige greift in ihren Regionalkrimis, die in einer Mischung aus Spannung und Situationskomik beste Unterhaltung bieten, stets aktuelle Themen der Zeit auf. Aktuell geht es um eine immer älter werdende Gesellschaft und die entsprechenden Bedürfnisse. „Senioren sind heute meist nicht wirklich alt, sondern oft sehr aktiv“, sagte Haese. Und in diesem Falle eben auch mit einer erheblichen kriminellen Energie ausgestattet. Anregungen und Ideen für ihre Romane nimmt sie oft aus eigenen Erfahrungen und Erlebnissen, wie zum Beispiel aus ihrer ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Und dass jemand, wie im Buch sehr detailreich und witzig beschrieben, in einer Urne um die Welt reist, ist keine Fiktion. Darüber habe sie einen Zeitungsartikel gelesen und es dann entsprechend bearbeitet, nennt Haese Beispiele für ihre realitätsnahen Schilderungen in ihren Krimis.

Ute Haese plant eine dichterische Pause

Doch nach dem neunten Fall, so erklärte die promovierte Politologin, sei nun erst einmal eine dichterische Pause angesagt. Die geht natürlich nicht mit einer kreativen einher. Denn statt des Schreibens dreht sich bei Ute Haese derzeit alles um das Fotografieren. Wie bereits in früheren Projekten (Kühe, Bäume) arbeitet sie mit ihrem Mann Thomas Prawitt an einem neuen Bild-Projekt, wie sie verrät. Dabei macht sie es sich in ihrem Sessel hinter dem Panorama-Fenster ihres Hauses gleich hinter dem Deich am Schönberger Strand bequem. Denn dort versammeln sich die ergiebigsten Motive. „Wie wir die Arbeiten wann und wo präsentieren werden, ist noch nicht klar, aber es macht einen Heidenspaß“, verrät Haese.

Premierenlesung am 25. März in Schönberg

Doch zunächst warten zehn Termine mit ihrem neuen Roman auf sie, die Premierenlesung gibt es am 25. März im Restaurant Barkasse am Schönberger Strand, eine weitere am 17. April im Freya-Frahm-Haus in Laboe. Außerdem ist Haese als „Krimi-Darling“ gemeinsam mit Autorin Kirstin Warschau in Norddeutschland unterwegs. Ihre Bücher gibt es im Buchhandel und als E-Book.

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