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10:00 14.02.2020
Von Astrid Schmidt
Hans-Hermann Malchau (73) vom Verein Probstei-Museum und Marianne Specht (82) von der Awo in Schönberg geben in diesem Jahr ihre Ämter als Vorsitzende ab, Nachfolger gibt es nicht.  Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Sie haben alle dasselbe Problem: Der Turn- und Sportverein Schönberg, der Verein Probstei-Museum (Museumsverein), der Awo-Ortsverein und der Verein zum Erhalt der Probsteier Windmühlen (Mühlenverein) suchen einen Vorsitzenden. „Das Ehrenamt an sich klappt in Schönberg wirklich sehr gut, das hat unter anderem das Landeserntedankfest im vergangenen Jahr gezeigt“, meint Bürgervorsteherin Christine Nebendahl, selbst engagierte Ehrenamtlerin auf vielen Gebieten ein. Doch die Spitze stehe nicht zur Verfügung, bestätigt Hans-Hermann Malchau vom Museumsverein.

Seit zehn Jahren hat er die Führung des Vereins mit rund 300 Mitgliedern inne, hat Projekte wie die neue Pflasterung auf dem Museumshof, die Umrüstung der Beleuchtung auf kostensparende LED-Technik und den Anbau des Museums maßgeblich vorangebracht. „Ich habe schon vor zwei Jahren auf der Jahresversammlung angekündigt, mein Amt abgeben zu wollen und die Mitglieder aufgefordert, sich Gedanken um meine Nachfolge zu machen“, so der 73-Jährige.

Mehr Zeit für Enkel und Privatleben

Sein Entschluss stehe fest, wenn nun am 22. April die Wahl des Vorsitzenden auf der Tagesordnung der diesjährigen Versammlung steht. Er wolle mehr Zeit für seine Enkel und sein Privatleben haben, so Malchau, der seit jeher ehrenamtlich arbeitet. Das wolle er auch weiterhin, die historischen Radtouren werde er fortführen, kündigte er an.

Auch Marianne Specht vom Awo-Ortsverein, seit 2004 Vorsitzende, hat sich entschlossen, nicht weiterzumachen. Sie hatte die rund 460 Mitglieder mit Frühstücksrunden, Mittagsessen und Kaffeenachmittagen verwöhnt sowie die Reisen organisiert – die Awo war ihr Leben, wie sie selbst sagt. „Es fällt mir sehr schwer“, sagt die 82-Jährige. Doch in den vergangenen Jahren machte ihr die Gesundheit zu schaffen, sodass ihr Entschluss feststehe. Doch eine Nachfolge ist nicht in Sicht. Auch das Amt des Stellvertreters und des Schriftwarts ist im Vorstand seit Jahren unbesetzt.

„Wenn es keinen gibt, der es macht, wird der Ortsverein vom Kreisverband mit verwaltet“, erläuterte Specht die Notlösung. Sie hofft, noch bis zum 22. Februar, zur Jahresversammlung, dass sich jemand findet, der Lust daran hat, den Verein zu leiten und zu organisieren. Wie man dann das Amt ausfülle, komme auf jeden selbst an, so Specht.

Auch der TSV Schönberg mit seinen rund 800 Mitgliedern hat auf seiner Internetseite stehen: „Wir suchen zum 22. März einen neuen Vorsitzenden.“ Hans-Jürgen Paustian wird sein Amt abgeben, das er seit 2013 innehat. Er hatte damals die Faustballsparte im Verein aufgebaut und zu Erfolgen geführt.

In Not ist darüber hinaus der Probsteier Mühlenverein, der nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Hans-Herbert Buchholz einen Nachfolger sucht.

Ehrenamtsberatung im Familienzentrum

Die Bedeutung des Ehrenamts unterstreiche die Gemeinde Schönberg auch mit einem neuen Angebot. Sie werde in den Räumen des Familienzentrums eine Ehrenamtsberatung einrichten, um die Bedarfe und die Nachfrage zueinanderzubringen, kündigte Bürgermeister Peter Kokocinski an. Der erste Termin stehe noch nicht genau fest, aber im März soll das Angebot starten. „Es gibt viele Neubürger, die sich ehrenamtlich betätigen wollen, und es gibt viele Vereine, die Verstärkung suchen. Das wollen wir gern zusammenbringen“, so der Bürgermeister.
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