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Plön Werkleiterstelle wird ausgeschrieben
Lokales Plön Werkleiterstelle wird ausgeschrieben
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10:08 07.11.2019
Von Astrid Schmidt
Der Ortsentwässerungsbetrieb läuft unter Leitung von Jörg Matthies als Eigenbetrieb.  Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Die SPD hatte erneut versucht, diese Umstrukturierung zu verhindern. Sie stellte den Antrag, die Betriebssatzungen des Ortsentwässerungsbetriebes sowie des Tourist-Service unverändert zu belassen. Grund: „Eine gesonderte Werkleitung ist nicht nötig. Sie führt ohne jeglichen Leistungs- und Qualitätsgewinn zu einer Gebührenerhöhung für die Bürger“, meinte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Mainz. Mit dieser Entscheidung werde das Amt des Bürgermeisters nachhaltig geschädigt.

Es sei „nahezu beispiellos, dass in einer Gemeinde dieser Größenordnung ein Werkleiter eingesetzt wird, obwohl es einen hauptamtlichen Bürgermeister gibt“, so Mainz weiter. Der Bürgermeister habe kein Mitspracherecht bei der Auswahl der Werkleitung. Die werde auf Vorschlag vom Hauptausschuss durch die Gemeindevertretung bestimmt. „Wie soll ein einvernehmliches Miteinander zwischen Bürgermeister und Werkleiter zum Wohle der Gemeinde gelingen, wenn der Werkleiter autark arbeiten und keine Weisungen durch den Dienstvorgesetzten bekommen kann, der aber für alle Geschehnisse in der Gemeinde verantwortlich ist?“

Mainz betonte, die SPD werde das sehr genau beobachten, und man sei sehr gespannt, welcher Bewerber sich freiwillig in diese negativ vorbelastete „Sandwichposition“ begeben werde. „Ich kann nicht glauben, dass diese Veränderungen zur Unterstützung des Bürgermeisters dienen. Es wird ein Werkleiter durch die CDU und EIS-Fraktionen eingesetzt, um Macht und Einfluss zu gewinnen“, sagte Mainz.

Die beiden Fraktionen hatten die strukturelle Änderung beim Eigenbetrieb angeschoben und nun auch durchgesetzt. „Wir wollen, dass der Bürgermeister sich auf die Projekte konzentrieren kann und sich weniger um die wirtschaftlichen Dinge kümmern muss. Dafür hat er dann eine Fachkraft, und natürlich ist er der Chef“, sagte Ralf Schletze (EIS). Es sei selbstverständlich, dass der Bürgermeister bei der Personalauswahl eingebunden werde, versicherte auch Jürgen Cordts (EIS). Dies sei im Interesse aller Beteiligten, aber man müsse nun endlich vorankommen, erklärte Stefan Hirt (CDU).

„Wir schaffen hier eine Position, die nicht im Einvernehmen geregelt ist“, stellte der Bürgermeister Peter Kokocinski (SPD) klar. Er betonte, er benötige Unterstützung im Bereich des Projektmanagements und nicht in der Führung der Eigenbetriebe. „Dort haben wir sehr gute Betriebsleiter“, so der Bürgermeister. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde dann auch die Ausschreibung für die Stelle des Werkleiters mehrheitlich beschlossen. Die Satzungen über die beiden Eigenbetriebe treten zum 1. Mai 2020 in Kraft.

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