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Plön Bürgermeister bedauert Rückzug
Lokales Plön Bürgermeister bedauert Rückzug
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11:33 16.05.2019
Von Astrid Schmidt
Bürgermeister Peter Kokocinski (links) steht vor der Aufgabe, mitten in der Saison einen neuen Tourismus-Leiter zu finden. André Schaffer verlässt nach 18 Monaten die Gemeinde. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

„Ich war froh ihn an meiner Seite zu haben“, erklärte Kokocinski.  „Ja, der Druck war groß“, räumte der Bürgermeister ein. Schaffer hatte seine Entscheidung mit der Arbeitsbelastung begründet: "Der Druck war gewaltig", sagte er. 

Mehrere Projekte standen in Schönberg gleichzeitig an

Der Bürgermeister führte mehrere Projekte an, die gleichzeitig anstanden: die Sanierung der Brückenpfeiler am Schönberger Strand, die Planung der Badeinsel, E-Mobilität, die Strandsanierung nach den Sturmschäden. „Es ist eine Besonderheit in Schönberg, dass diese Aufgaben vom Leiter des Tourist-Service übernommen werden müssen“, betonte Kokocinski  die Verwaltungsstruktur. Dass es dabei teilweise zu erheblichen Verzögerungen gekommen sei, habe man nicht immer selbst in der eigenen Hand, so der Bürgermeister weiter. Beispielsweise sollte die Sanierung der Brückenpfeiler bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Wetterbedingt hieß es dann Ende März, nun bereits Ende Mai, die letzten Arbeiten laufen am Brückenkopf. „Wir haben keine Alternative“, sagte Kokocinski auf die Frage nach den Verträgen mit der ausführenden Firma. Auch die Badeinsel sollte bereits im vergangenen Jahr schwimmen, sie kommt nun nicht vor Mitte Juli, da die Rettungsschwimmer der DLRG nicht früher im Einsatz seien, erklärte der Bürgermeister. 


Nachfrage konnte nicht bedient werden

Kritik von Gästen und Gewerbetreibenden gab es auch während der Ostertage. Denn nicht nur Traumwetter, sondern auch die erstmals in Schönberg erfolgte Großveranstaltung „Die Ostsee tanzt“ sorgte für erhöhte Nachfrage, die nicht entsprechend bedient werden konnte. Beispielsweise monierte Geert Gnutzmann, Fahrradvermieter aus Kalifornien, dass viele Gäste bei ihm im Geschäft gestanden hatten, weil sie nicht wussten, wohin sie sich wenden sollten. „Ja, es gab unter anderem über das Osterfest personelle Engpässe. Aber es kamen viele Faktoren zusammen“, räumte der Bürgermeister ein. Man habe die Auswirkung dieser Tanzveranstaltung unterschätzt. „Aber es ist sehr positiv, dieses Event in Schönberg zu haben. „Wir werden uns für die nächste Veranstaltung Ende August anders aufstellen“, versprach er.

Kokocinski will die Stelle nun neu ausschreiben, ohne inhaltlich etwas zu verändern. „Wir haben im Tourist-Service gewachsene Strukturen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir jemanden finden. Ich glaube, dass das Ostseebad Schönberg mit seiner Entwicklung attraktiv ist, um dort zu arbeiten. Und ein Wechsel ist in der Tourismusbranche durchaus üblich“, sagte er.

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Impressionen von der Pfahl-Sanierung der Schönberger Seebrücke
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