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Plön Strandkörbe sind heiß begehrt
Lokales Plön Strandkörbe sind heiß begehrt
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10:00 08.08.2019
Von Frida Kammerer
Melanie Caran fährt mit ihrem Sohn Maximilian und Freund Mario Zellmann jährlich nach Schönberg. Quelle: Frida Kammerer
Schönberg

Das Ostseebad Schönberg hat insgesamt 740 Strandkörbe zu vermieten - und in der Hauptsaison ist keiner mehr zu bekommen. "Momentan sind wir ausgebucht", sagt Jessica Struß vom Tourist-Service Schönberg. Schon im Vorfeld ist es nicht ganz einfach, einen Platz in den beliebten norddeutschen Wahrzeichen zu bekommen. 450 Körbe sind nämlich die ganze Saison lang vermietet: "Diese Körbe werden zum Teil von Gastgebern für die Gäste in ihren Quartieren angemietet, um die Unterkunft aufzuwerten", erklärt Struß.

Der "kleine Luxus" ist ein Muss

Christine und Karl-Heinz Möbes haben so einen Strandkorb. Für eine Woche Urlaub sind sie den weiten Weg von Sachsen-Anhalt nach Schönberg gefahren. Der "kleine Luxus", wie Christine Möbes den Strandkorb nennt, war zwar kein Grund, sich für die Ferienwohnung zu entscheiden, aber ein nettes Extra. "Wenn bei der Wohnung kein Strandkorb dabei wäre, hätten wir uns einen dazugebucht", sagt Karl-Heinz Möbes.

Bei der Ferienwohnung von Melanie Caran und ihrem Freund Mario Zellmann war kein Strandkorb inklusive - sie haben einen dazu gebucht. Seit 1986 fährt sie nach Schönberg für den Sommerurlaub. Ein Strandkorb muss sein: "Wir buchen uns jedes Jahr einen Strandkorb, aber stellen noch eine Windmuschel daneben, das ist besser für den Kleinen", erzählt Melanie Caran und zeigt auf Söhnchen Maximilian, der in der Strandmuschel Butterkekse isst. "Der Korb ist schon praktisch, dann muss man bei Regen nicht gleich nach Hause", ergänzt Mario Zellmann. Der Korb sei aber eher für die Oma als für den Lütten.

Die 290 Strandkörbe, die nicht die ganze Saison lang vermietet sind, können auch über mehrere Tage oder Wochen gemietet. Die Körbe werden entweder direkt vor Ort gebucht, im Voraus gegen Vorkasse reserviert und online gemietet werden. Melanie Caran und Mario Zellmann haben das gleich mit der Buchung des Urlaubs erledigt. "Wir machen das immer über die Tourist-Info", sagt Melanie Caran. Probleme habe sie noch nicht gehabt.

Auch Monika Brandenburg-Nappes und Horst Peters machen das so. Die beiden Kölner fahren seit 2006 nach Schönberg in den Urlaub. Mittlerweile dehnen sie den Urlaub auf vier Wochen aus. "Der Strandkorb gehört einfach mit dazu!", ist das Paar sich einig. "Hier drin ist man doch gut aufgehoben", sagt Horst Peters, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielen würde. Außerdem habe man dann noch Chancen, dass am Ende des Tages nicht alles voller Sand sei.

Wohin mit den Körben im Winter?

Normalerweise habe man in Kalifornien bessere Chancen, noch einen Strandkorb zu ergattern, sagt Jessica Struß. Vor allem im FKK-Bereich sei öfter noch ein Korb frei. Oder die Körbe auf dem Deich, die vor allem Besucher nutzen, für die der Weg zum Strand beschwerlich ist. In diesem Jahr waren die Strandkörbe in Kalifornien an 17 Tagen und am Schönberger Strand an zehn Tagen ausverkauft. Dass am Strand auch mal leere Körbe zu finden sind, trotz hoher Auslastung, rechnet Struß dem Wetter an. "Die Gäste suchen sich dann andere Beschäftigungen als den Strand." Gerne würde die Tourist-Info auch mehr Strandkörbe anbieten, doch die Frage ist: Wohin damit im Winter? Der Bauhof lagert und wartet die Körbe, doch für noch mehr ist kein Platz. Im Frühjahr werden die kaputten Strandkörbe versteigert und neue angeschafft. Geht während der Saison ein Korb kaputt, reparieren die Strandwärter ihn. "Das merken die Gäste oft gar nicht", sagt Struß. Wenn im Morgengrauen beim Rundgang ein Mangel festgestellt wird, wird er gleich behoben - noch bevor die ersten Gäste wieder ihren Korb aufschließen.

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