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Plön "Wir wissen nicht, wie es weitergeht"
Lokales Plön "Wir wissen nicht, wie es weitergeht"
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18:33 08.11.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Klönen gerne im Anschütz-Eck: Norbert Tünschel, Kurt Blumenthal, Gabi Schütt, Lothar Lange, Eva Jasmand, Sontrud Hoppe und Sozialpädagogin Silke Meisel (von links). Doch sie wissen nicht, wie es mit der Einrichtung weitergeht. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schönkirchen

Der Nachbarschaftstreffpunkt wurde im September 2018 in der Anschützstraße 35 eröffnet. Neben dem Klön-Café an jedem Donnerstag von 15 bis 17 Uhr gibt es die Kochgruppe (mittwochs von 11 bis 13.30 Uhr), das offene Frühstück (montags 9 bis 10.30 Uhr), die Näh- und Kreativgruppe alle zwei Wochen, aber auch eine psychosoziale Beratung und die Selbsthilfegruppe Sucht. Zwei Sozialarbeiterinnen betreuen die Angebote. Träger ist KJSH-Stiftung (Kinder-, Jugend- und Soziale Hilfen).

Bisherige Finanzierung endet wohl

Doch dem Treff droht im nächsten Jahr womöglich die Schließung, berichtet die 29-jährige Sozialpädagogin Silke Meisel. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht.“ Sie ist darüber ebenso betrübt wie die Anwohner der Anschützsiedlung. Die Finanzierung, die bisher der Kreis Plön und das Land Schleswig-Holstein übernommen hatte, werde wohl enden. Der Träger sei zwar bereit, das Angebot bis ins Frühjahr weiterzuführen – doch danach könnte es düster aussehen. Andere Wege der Finanzierung müssten gefunden werden. „Wir sind dringend auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern“, wünscht Meisel sich Unterstützung für das inklusive Projekt in Schönkirchen

Die Anwohner hoffen jetzt, dass die Gemeinde helfen kann, die Einrichtung zu erhalten. „Es gibt hier doch sonst nichts, wo man hingehen kann“, sagen sie. „Hier haben wir Gespräche, Freude, können lachen“, findet Eva Jasmand (81). Gesprochen werde grundsätzlich über alles, über dummes Zeug – und manchmal sogar über Politik. „Die Atmosphäre ist locker. Hier ist eine Gemeinschaft entstanden“, sagt Silke Meisel

"Dann wäre das Leben traurig"

Der gemeinsame Austausch hilft vielen gegen das Alleinsein, denn die meisten Besucher haben nur wenige Kontakte. Es fehlt an Menschen in ihrem Alltag, mit denen sie sprechen können. Dass sie ihr Anschütz-Eck schon bald verlieren könnten, daran mögen sie hier lieber noch nicht denken. Die Trauer wäre riesengroß, sagen sie. „Dann sitzt man wieder allein zu Hause und sieht gegen die Wand“, fasst Kurt Blumenthal (78) die Sorgen zusammen. 

Sontrud Hoppe (79) kann nur schlecht laufen, kommt nur langsam vorwärts, vorn auf ihrem Rollator blinken rote Lichter – aber sie kommt trotzdem unermüdlich zu ihrem Klön-Café. Was, wenn dieses Angebot weg fällt? „Dann wäre das Leben traurig“, sagt sie.

Am Sonnabend, 9. November, ist im Anschütz-Eck Tag der offenen Tür. Von 12 bis 16 Uhr gibt es warme Suppe, Kaffee und Kuchen. Jeder ist willkommen. Kontakt per E-Mail: s.meisel@amb-hilfe-ploen.de und per Tel. 0162 2383992.

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