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Plön Amtsbus rollt nach Betreiberwechsel aus
Lokales Plön Amtsbus rollt nach Betreiberwechsel aus
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19:00 21.09.2018
Von Isabelle Breitbach
Viel Ärger um den kleinen Verbindungsbus im Amt Schrevenborn: Nach dem Betreiberwechsel wird der Verkehr ab Mittwoch vorerst eingestellt.  Quelle: Merle Schaack
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Schrevenborn

Die Vineta Busbetriebsgesellschaft hatte sich die Genehmigung, den Amtsbus zu betreiben, im April erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Schleswig erklagt. Dem Urteil zufolge dürfen die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) nach dem 25. September nicht mehr fahren. Dann läuft ihre einstweilige Genehmigung aus. Das Problem: Vineta ist zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht bereit, die Busverbindung im Amt zu übernehmen.

Stadt Kiel: "Vineta hat bis heute keinen konkreten Zeitpunkt genannt"

Die Landeshauptstadt Kiel, die als Genehmigungsbehörde fungierte, hoffte bis zuletzt auf einen reibungslosen Übergang. Vineta sei erstmals im Juni aufgefordert worden, einen genauen Zeitpunkt für die Aufnahme des Verkehrs zu benennen, heißt es aus dem Pressereferat. „Bis heute wurde kein konkreter Zeitpunkt genannt.“ Daraufhin erteilten sie die Genehmigung mit Wirkung zum 26. September. Vineta widersprach - ohne Begründung. Um den Weiterbetrieb sicherzustellen, ordnete die Landeshauptstadt schließlich an, Vineta müsse den Busverkehr sofort aufnehmen. Gründe, warum dies nicht möglich sein sollte, seien nicht ersichtlich. Auch das Amt Schrevenborn zeigt diesbezüglich wenig Verständnis: „Mir persönlich ist egal, welche Farbe er hat. Wir möchten, dass der Bus fährt – ohne Unterbrechung. Die Bürger haben sich jetzt darauf eingestellt“, betont Amtsvorsteher Hans-Herbert Pohl.

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Start für Vineta-Ortsbus im Dezember möglich

Jürgen Ubben, Geschäftsführer der Vineta Busbetriebsgesellschaft, sieht die Sache anders: „Die Stadt Kiel will uns die Verpflichtung auferlegen, dass wir fahren müssen, egal wie“, beklagt er. „Das führt natürlich zu einem schlechten Produkt. Sechs Monate, um den Betrieb aufzunehmen: Das ist super kurz.“ Neben Fahrzeugen und Fahrern müsse auch der Vertrieb organisiert werden. Bis nächste Woche sollte klar sein, was nun passiert, schätzt Ubben. Eigentlich schwebte ihm ein „attraktiveres Angebot“ vor, mit einem Elektrobus, der alle 40 Minuten fährt, Onlineticketvertrieb und einer App, auf der man nachschauen kann, wo der Bus ist. Um das vorzubereiten, brauche man jedoch Zeit: „Den Elektrobus können wir vergessen. Das würde dauern bis zum nächsten Sommer. Wenn wir auf Diesel gehen, könnten wir zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember mit dem Ortsbus starten.“

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