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Plön Renaturierung streift den Hundeplatz
Lokales Plön Renaturierung streift den Hundeplatz
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13:42 12.11.2019
Von Silke Rönnau
Unter dem Hundetrainingsplatz am Postfelder Weg mit dem Vereinshaus der Ortsgruppe Preetz vom Verein für Deutsche Schäferhunde verläuft die verrohrte Schwardenbek, die renaturiert werden soll. Quelle: Signe Hoppe
Preetz

Die Stadt habe das Areal Ende 2018 erworben, berichtet Umweltamtsleiter Jan Birk. Die an dieser Stelle verrohrte Schwardenbek soll an die Oberfläche zurückgeholt werden, beschreibt der Biotopflächenbericht 2019 das Ziel. Der Pachtvertrag mit dem Hundeverein sei entsprechend gekündigt worden.

„Es geht aber nicht darum, die Hunde zu verscheuchen“, betont Birk. Der Hundeplatz könnte aufrechterhalten werden, wenn eine Querungsmöglichkeit wie Brücke oder Steg geschaffen werde.

Die Kosten für die Renaturierung seien auf rund 37000 Euro geschätzt worden, so der Umweltamtsleiter. Weil das Geld aber nächstes Jahr nicht zur Verfügung stehe, sei der Pachtvertrag mit dem Verein um ein Jahr verlängert worden.

Ein weiteres Zwischenstück fehlt noch

Jetzt wolle man erst einmal nach Fördergeld suchen. Außerdem fehle noch ein weiteres Zwischenstückchen. Der Rest der Schwardenbek, die den überwiegenden Teil der Postseefeldmark entwässert, sei bereits renaturiert worden. „Sie wird nicht geräumt, darf zuwachsen und auch überlaufen“, erklärt Birk.

Ackernutzung und Gewässerunterhaltung seien im Unterlauf eingestellt und die extensive Beweidung aufgenommen worden. Abhängig von Standortfaktoren und Dauer der Beweidung hat die Vielgestaltigkeit des Bereichs zugenommen, heißt es im Biotopflächenbericht.

Die Bauernvogtswiese zeige im Westen und Norden eine starke Gehölzentwicklung. 2018 sei deshalb der Weißdorn reduziert worden.

Im Biotopflächenbericht sind weitere Flächen in der Postseefeldmark aufgelistet. Ehemalige Ackerflächen am Postfelder Weg seien Ende der 1980er-Jahre und der ehemalige Lagerplatz der Stadt 1997 aus der Nutzung genommen worden. Seitdem entwickelten sich die Flächen ohne menschlichen Einfluss, nur die Knicks werden gepflegt. 2010 sei ein Teich angelegt worden.

Lebensraum mit hoher Artenvielfalt

Auch auf der angrenzenden Doctorkoppel sei ein Teich dazu gekommen. „Entstanden ist ein extrem heterogenes Mosaik trockener und nasser, nährstoffarmer und -reicher Flächen, daher ist es ein Lebensraum mit sehr hoher Artenvielfalt“, so der Bericht.

Entlang dem Postseeufer seien Ackerflächen in Extensivgrünland umgewandelt worden. Neben einem älteren Fichtenforst habe man 1988 eine Neuwaldfläche angelegt.

Auf den sich östlich anschließenden Ausgleichsflächen seien Bäume gepflanzt worden oder es habe eine natürliche Waldbildung eingesetzt. Dort sei die Anlage von zwei weiteren Sicheldünen zur Förderung der Insekten geplant.

Am Erlengrund liege ein ehemaliges Moor, umgeben von sandigen nassen bis sehr trockenen Flächen. Sie würden zusammenhängend extensiv beweidet und seien nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit seinem unregulierten Wasserhaushalt biete der Biotopkomplex einen reichen Lebensraum für Amphibien und Reptilien, schildert der Bericht.

Laub- statt Nadelbäume im Hindenburgpark

Der Hindenburgpark/Heitmannsche Tannen zwischen Kührener und Nettelseer Straße werde wegen seiner Nähe zur Bebauung intensiv zur Erholung genutzt. Dafür seien zahlreiche Wege und Sitzbänke vorhanden. Die Stadt Preetz verfolge seit 1992 einen Waldumbau weg von den Nadelbaumpflanzen (Fichte und Lärche) hin zu Laubbaumarten, die sich hier auf natürlichem Wege entwickeln.

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