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Plön Stromausfall legt ganz Raisdorf lahm
Lokales Plön Stromausfall legt ganz Raisdorf lahm
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13:42 10.07.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Eine brennende Trafostation verursachte den Stromausfall in Raisdorf am Dienstagabend. Der Brand musste von der Freiwilligen Feuerwehr Raisdorf gelöscht werden. Quelle: Dirk Schöne, Feuerwehr Raisdorf
Schwentinental

Um 19.55 Uhr am Dienstagabend, kurz vor der "Tagesschau", wird es im Schwentinentaler Ortsteil Raisdorf plötzlich zappenduster: Stromausfall. Bereits der dritte innerhalb weniger Wochen. Mittlerweile sind die Stromkunden zwar längst wieder versorgt, aber Jens Wiesemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwentinental, ist bedient. Er war an dem Abend vor Ort und habe sich ein Bild der Strom-Großstörung machen können, sagt er auf KN-Anfrage. "Seien Sie versichert, dass auch ich die Häufung der letzten Stromstörungen bedaure und wir mit Hochdruck daran arbeiten, diese zurück zu fahren", fügt er an.

Wie kam es zu dem Stromausfall? Schuld war ein Brand der Trafostation „Zum See 9“. Die Freiwillige Feuerwehr Raisdorf wurde gegen 19.55 Uhr darüber informiert und rückte gleich zum Löscheinsatz an. Zu diesem Zeitpunkt fiel der Strom aus. Von der Störung betroffen war der gesamte Ortsteil - also rund 5000 Haushalte.

Fehlerquellen zu vielfältig

Der Großteil der Stadtwerke-Kunden im westlichen Teil von Raisdorf habe gegen 20.52 Uhr wieder Strom gehabt, berichtet der Geschäftsführer. Dazu zählt auch der Gewerbepark. "Danach wurden sukzessive die anderen Straßenzüge in Raisdorf wieder in Betrieb genommen. Die letzten Kunden hatten gegen 21.30 Uhr wieder Strom. Einzige Ausnahme die Bewohner des Hauses Zum See 9, diese mussten niederspannungsseitig versorgt werden. Diese Kunden wurden gegen 22 Uhr wieder versorgt", so Wiesemann.

Nach und nach wurden sämtliche Stationen wieder zugeschaltet, das heißt, ans Netz genommen. Die Trafostation muss nun erneuert werden. Sind weitere Stromausfälle zu erwarten? Durch regelmäßige Instandhaltungen versuche man, präventiv Stromstörungen vorzubeugen. Dazu gehöre etwa die Erneuerung von Stromkabeln und Stromleitungen bei Auffälligkeiten. Jedes Jahr würden außerdem Trafostationen im Netzgebiet ausgetauscht. "Diese Maßnahmen dienen der Vorbeugung und zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Allerdings können wir nie ganz ausschließen, dass es zu Stromausfällen kommen kann. Dazu sind die möglichen Fehlerquellen zu vielfältig", erklärt Wiesemann.

Genervte Anwohner äußern Kritik

In den sozialen Medien, beispielsweise bei Facebook, machen genervte Anwohner ihrem Ärger Luft. Kritisiert wird insbesondere die Störungs-Hotline der Stadtwerke. Dort melde sich niemand, das sei "eine Frechheit", heißt es. Wiesemann nimmt die Kritik ernst, bittet aber auch um Verständnis, "dass bei einer Großstörung wie in diesem Fall unsere Servicemitarbeiter schlichtweg überlastet sind. Es ist daher unmöglich, jeden Anruf persönlich entgegen zu nehmen." Man sei dabei, "eine Alternativlösung zu erarbeiten, um die Erreichbarkeit deutlich zu erhöhen", verspricht der Geschäftsführer. Die Lösung könnte womöglich in der Einbindung eines Callcenters bestehen.

Aber auch an einem schnelleren Informationsfluss über Online-Kanäle soll gefeilt werden. Im Moment werden die Kunden über die Homepage der Stadtwerke informiert. Dies passierte in diesem Fall aber erst Stunden später am nächsten Morgen. Deutlich flotter waren da die Stadtwerke Kiel: Rund 600 Haushalte im angrenzenden Gebiet Kiel/Schwentinental waren ebenfalls von der Störung betroffen - die Stadtwerke der Landeshauptstadt versorgten ihre Kunden sofort per Twitter mit Infos.

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