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Plön Bürgermeister-Wahl im März: Das muss man vorab wissen
Lokales Plön Bürgermeister-Wahl im März: Das muss man vorab wissen
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15:00 08.10.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Wer zieht in sein Büro ein? Michael Stremlau bleibt noch bis Juni 2020 als Bürgermeister im Amt. Im März wird in Schwentinental gewählt. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

Die Vorbereitungen laufen: Gesucht wird ein hauptamtlicher Bürgermeister für knapp 14.000 Einwohner. Schwentinental ist die zweitgrößte Stadt im Kreis Plön. Doch wer will den Job machen? Keine der sechs Fraktionen der Stadtvertretung - bestehend aus Grünen, CDU, SPD, SWG, FDP und WIR - hat bisher einen eigenen Kandidaten präsentiert. Ein Bewerber von außen ist auch noch nicht aufgetaucht. Hier die wichtigsten Fakten zur Wahl:

Wann wird gewählt?

Am 8. März 2020. Das hat der Gemeindewahlausschuss der Stadt beschlossen. Die Wahl fällt damit auf den Weltfrauentag. Sollte eine Stichwahl nötig sein, ist dafür der 22. März vorgesehen. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Wie wird gewählt?

Seit 1998 werden die hauptamtlichen Bürgermeister im Land nicht mehr von der jeweiligen Gemeinde- oder Stadtvertretung, sondern von den Bürgern direkt gewählt. Wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält, hat gewonnen. Wird bei der Wahl nicht die erforderliche Mehrheit erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den zwei Bewerbern statt, die die meisten Stimmen haben. Das Stadtgebiet wird laut Bürgeramtsleiter Michael Stubbmann voraussichtlich in sieben Wahlbezirke eingeteilt. Die Wahlräume werden derzeit noch geprüft.

Wer kann Bürgermeister werden?

Jeder deutsche Staatsangehörige und jeder Angehörige eines der übrigen EU-Mitgliedstaaten. Bewerber müssen am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein. Bis spätestens Montag, 13. Januar 2020, 18 Uhr, müssen die Vorschläge schriftlich im Rathaus eingereicht werden.

Wer darf Kandidaten vorschlagen?

Jede Partei und Wählergruppe aus der Stadtvertretung kann genau einen Vorschlag einreichen oder sich an einem gemeinsamen Wahlvorschlag beteiligen. Bewerber, die sich selbst vorschlagen, müssen hierzu Unterstützungsunterschriften sammeln. Unterschreiben dürfen nur Wahlberechtigte aus Schwentinental. 115 Unterschriften müssen mindestens zusammenkommen.

Wie verlief die jüngste Wahl?

Zuletzt gewählt wurde am 16. März 2014. SPD und SWG hatten damals den parteilosen Michael Stremlau als Kandidaten vorgeschlagen, insgesamt hatten sich sogar fünf der sechs politischen Kräfte des Gremiums für den früheren Leiter des Kieler Jobcenters ausgesprochen. Nur die WIR hatte die damalige Amtsinhaberin Susanne Leyk (parteilos) unterstützt. Mit 53,3 Prozent gelang Stremlau der Sieg im ersten Wahlgang, Leyk erhielt 36,8 Prozent und der Einzelbewerber Malte Schwarten 9,8 Prozent der Stimmen. 52,5 Prozent der rund 11.500 Stimmberechtigten gingen zur Wahl.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle Deutschen und EU-Angehörigen, die am Wahltag 16 Jahre alt sind und seit mindestens 6 Wochen in Schwentinental wohnen. Sie müssen im Wählerverzeichnis der Stadt eingetragen sein. Jeder Wähler hat eine Stimme.

Warum tritt Michael Stremlau nicht mehr an?

Er hört aus Altersgründen auf. Die Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht, hatte der Bürgermeister gegenüber den KN Ende August betont. Eine erneute Kandidatur hätte für Stremlau - den Wahlerfolg vorausgesetzt - weitere sechs Jahre im Amt bedeutet. "Ich wäre nach Ablauf der Zeit fast 70 Jahre alt und läge dann weit über der für jeden Arbeitnehmer geltenden Altersgrenze", sagte er. Seine Amtszeit endet am 18. Juni 2020.

Um welche Themen könnte sich der Wahlkampf drehen?

Kein allzu großes parteipolitisches Gerangel – das wünschen sich die Fraktionen der Stadtvertretung. Mit Wahlkampf-Getöse halten sie sich derzeit noch zurück. Über allem schwebt, so scheint es, noch der Skandal um die Grünen Dennis Mihlan und Andreas Müller, die wegen einer Lügenstory um von ihnen gefälschte KN-Leserbriefe im September von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Dabei könnte auch Vertrauen in das lokalpolitische Handeln insgesamt verloren gegangen sein, fürchten manche. Sicher ist: Wie die Sanierung der maroden Straßen finanziert werden soll, dürfte wichtig werden – ebenso wie die Stadtentwicklung (Kitas, Schulen, Radwege, Gewerbegebiete).

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Die Ermittlungen um das gefälschte Schreiben, in dem der Rückbau des Marine-Ehrenmals in Laboe angekündigt wurde, gehen weiter. „Derzeit liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft“, erklärte gestern Matthias Ahrens von der Polizei. Es werde geprüft, ob es sich um Amtsanmaßung handelt.

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