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Plön Ansturm auf Flohmarkt für Frauen
Lokales Plön Ansturm auf Flohmarkt für Frauen
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13:03 16.09.2019
Von Signe Hoppe
Das Mutter-Tochter-Gespann Claudia Borchert-Czekala (re.) und Skadi Czekala sind begeisterte Flohmarktgänger und -verkäuferinnen. Sie wussten den Indoor-Flohmarkt in Klausdorf zu schätzen. Quelle: Signe Hoppe
Schwentinental

Männer blieben zwar nicht außen vor, doch sie zählten am Sonntag eher zu den seltenen Exemplaren. Während der ein oder andere von seiner besseren Hälfte im Café bei selbstgebackenen Kuchen und Kaffee geparkt wurde, schoben sich Frauen und Mädchen durch die vollen Räume. Das Angebot an Blusen, Jacken, Jeans, Schuhen und Accessoires war riesig. Bei fünf Euro Standgebühr kamen alle Verkäuferinnen auf ihren Schnitt.

Interesse für Flohmarkt im nächsten Jahr

Die Idee eines Flohmarkts von Frauen für Frauen brachte Claudia Neubauer aus der Schwentinentaler Stadtverwaltung auf. Sie stieß damit bei Giuliana Runge und Birgit Dieckmann vom DRK-Ortsverein auf offene Ohren. Denn welche Frau kenne das nicht: Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, aber trotzdem ist nichts Passendes zum Anziehen zu finden. „Wir wollten erst einmal in kleinem Rahmen starten, denn wir wussten nicht, wie ein Frauenflohmarkt ankommt“, berichtete Giuliana Runge. Über den Ansturm der Verkäuferinnen waren sie positiv überrascht. Doch wegen des begrenzten Platzes konnten nicht alle Interessentinnen berücksichtigt werden. „Viele haben schon für nächstes Jahr Interesse angemeldet“, so Birgit Dieckmann. Die Organisatorinnen glauben, dass Kleidung häufig nicht nur zu schade für die Kleidertonne sei, sondern auch die Idee der Nachhaltigkeit eine Rolle spiele. Der Erlös kam den Klausdorfer Kindergärten zugute.

"Nachhaltigkeit ist wichtig"

Für das Mutter-Tochter-Gespann Claudia Borchert-Czekala und Skadi Czekala war eines klar: „Wir brauchen Geld.“ Beide lachten. Die zwei sind begeisterte Flohmarktgänger und verkaufen selbst mehrmals im Jahr. Fehlkäufe und selbstgemachter Schmuck. Der Reiz des Klausdorfer Frauenflohmarktes: „Dass er drinnen stattfindet.“ Für Uschi Meyer war es eine Flohmarktpremiere. „Ich habe noch nie zuvor auf einem Flohmarkt verkauft“, erzählte die Raisdorferin. „Man sollte reduzieren, umdenken und sich zurücknehmen. Nachhaltigkeit ist wichtig“, erklärte sie weiter. „Vieles habe ich doppelt oder die Farben passen nicht mehr. Was ich nicht verkaufe, gebe ich zur Diakonie.“

Kaffee und Kuchen als Belohnung

Andrea Laurinat aus Elmschenhagen arbeitete sich durch Pulloverberge. „Gefunden habe ich noch nichts“, erzählte sie und schmunzelte. „Eigentlich brauche ich auch nie etwas und trotzdem komme ich immer mit einem Stück nach Hause.“ Voll bepackt waren dagegen Sina Busch und Petra Möller. Die Schwentinentaler Freundinnen hatten ein Kleid, eine Bluse und eine Winterjacke gekauft. Ein Flohmarkt von Frauen für Frauen sei toll, sind sich die beiden einig – vor allem, wenn er gleich um die Ecke sei. Zwischen den Kleiderständern fiel ein einzelner Mann auf: Günter Schlüter war an diesem Nachmittag lediglich Begleitperson für Ehefrau Regina. „Ich bin eigentlich kein Flohmarktgänger, aber ich begleite meine Frau gerne zu einem Sonntagsausflug. Und zur Belohnung gibt es Kaffee und Kuchen.“

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