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Plön Ruft die Stadt den Klimanotstand aus?
Lokales Plön Ruft die Stadt den Klimanotstand aus?
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17:26 12.06.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Teilnehmer der Fridays-for-Future-Demos gehen für mehr Klimaschutz jeden Freitag auf die Straße. Quelle: Hendrik Schmidt
Schwentinental

Darüber werden die Stadtvertreter, unter denen die Grünen stärkste Fraktion sind, am 13. Juni ab 19 Uhr im Rathaus abstimmen. Besonders in sich hat es dabei ein Antrag: Danach soll die Stadt Schwentinental einmal mit der Bewegung Fridays for Future ihre Solidarität erklären, und zudem den Klimanotstand ausrufen. Kiel tat das als erste Stadt Schleswig-Holsteins am 15. Mai auf Beschluss der Ratsversammlung –  die erste deutsche Stadt war Konstanz (2. Mai). Weitere wie Münster, Heidelberg, Erlangen oder Herford folgten. Und auch die Länder Großbritannien und Irland. „Das ist kein Pillepalle“, betont Müller. Im Kern gehe es für Schwentinental darum, alle künftigen Entscheidungen „zunächst einmal unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit zu überprüfen und zu beschließen“ – zum Beispiel Bauvorhaben.

Grüne: Solidarität mit Fridays for Future erklären

Eng mit der Erklärung des Klimanotstandes ist verbunden, was – angeregt durch die junge Schwedin Greta Thunberg – regelmäßig freitags abläuft: Bundesweit  demonstrieren Jugendliche während der Schulzeit für Klimaschutz. Mittlerweile haben die Aktivisten konkrete Forderungen formuliert. In Schwentinental selbst fand noch keine solche Demo statt. Wohl aber in Kiel, wo viele Schwentinentaler zur Schule gehen. Fridays for Future hätten das „Bewusstsein für die Klimaproblematik in der Wahrnehmung der Bevölkerung einen entscheidenden Schritt vorangebracht“, ist Müller überzeugt. „Die Solidaritätserklärung soll symbolisieren, dass wir die Botschaft verstanden haben und Respekt vor den Bemühungen der Jugendbewegung haben, den Klimawandel möglichst effektiv zu begrenzen.“ Kritische Stimmen prangern das Schulschwänzen an – die jungen Leute sollten vormittags lieber lernen. Müller hält dagegen: „Ihr Einsatz zeigt, wie gut gebildet diese Schüler sind!“

Stadtwerke sollen sich mehr in Richtung regenerativer Energien ausrichten

Weiterer Klima-Diskussionsstoff für die Sitzung am Donnerstag: Das Stadtmagazin soll künftig auf Recycling-Papier gedruckt werden. Und: Die Stadtwerke sollen sich stärker in Richtung regenerativer Energien ausrichten. "Wir glauben, dass der verstärkte Einsatz regenerativer Energien vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise dringend notwendig ist und wir glauben auch, dass die Stadtwerke in dieser Richtung noch erhebliches Potential haben, das unter Umständen auch neue Kunden anziehen könnte. Deshalb soll der Einsatz regenerativer Energien im Gesellschaftsvertrag verbindlich festgeschrieben werden, ebenso wie die Verpflichtung, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit vorrangig umzusetzen", fordern die Grünen.

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