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Plön Jimi Hendrix und Amy Winehouse in Acryl
Lokales Plön Jimi Hendrix und Amy Winehouse in Acryl
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07:00 01.10.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Künstler Günter Vogel stellt ab dem 1. Oktober im Rathaus Schwentinental viele seiner Werke aus, drunter vor allem Acryl-Porträts von berühmten Musikern. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

Sie sind jung, schrill – und alle tot. Gestorben mit 27 Jahren. Der Künstler Günter Vogel hat Kultstars wie Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Jim Morrison, Amy Winehouse oder Janis Joplin in Acryl porträtiert. Die Musiker zählen zum Club 27, in dem Rock-Ikonen versammelt sind, die alle mit 27 Jahren das Zeitliche segneten. Sei es durch Drogen, Alkohol oder Suizid. Die Porträts sind umso lebendiger, haben leuchtende Hintergründe. „Ich höre viel Musik beim Malen, zum Beispiel Reggae, die mich dann leitet“, erzählt Vogel. Eröffnet wird seine Ausstellung am Dienstag, 1.Oktober, um 18 Uhr im Schwentinentaler Rathaus (Bürgersaal).

Künstler stellt mehrere Zyklen aus

Insgesamt stellt der pensionierte Apotheker 30 Bilder auf zwei Stockwerken aus. Eine farbenfrohe Schau. Und vielseitig, weil der 62-Jährige darin gleich mehrere Zyklen präsentiert. Neben dem Club 27 liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Zyklus „Köpfe“. Der zeigt bedeutende Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Pablo Picasso oder Albert Einstein in Acryl und Aquarell. Dazu stellt Vogel Zitate, die ihn beeindrucken. Zum Beispiel Mandelas Satz: „Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“

Sein Porträt des südafrikanischen Freiheitskämpfers fällt wegen der Farbgebung – Schwarz auf Schwarz – besonders ins Auge. Die Lasuren schillern geheimnisvoll. Dazu kommen gemalte Tänzerinnen im Zyklus „Körper“. „Am Tanzen fasziniert mich die Dynamik und gleichzeitige Leichtigkeit, das Kraftvolle“, beschreibt Vogel. Zum 50. Geburtstag bekam er von seiner Frau einst einen Malkurs-Gutschein geschenkt, den er erst drei Jahre später etwas widerwillig einlöste. Seitdem lässt ihn die Kunst nicht mehr los. „Ich möchte mich nicht auf einen Stil festlegen, möchte immer offen sein für Neues“, sagt er.

Orientierungslose Smartphone-Junkies

Im Zyklus „Kommunikation“ setzt er sich denn auch mit neuen Medien auseinander und nimmt die Abhängigkeit von digitalen Einflüssen aufs Korn. Vielsagend der Titel des Werkes „In Google Maps we trust“, das orientierungslose Smartphone-Junkies darstellt. Ein anderes heißt: „Der Tanz um das Goldene (Konsum)-Kalb“. Mit Goldfarbe sind hier Kreditkarten oder ein Frauenschuh miteinander vermengt – ein kritischer Blick aufs tägliche Geldausgeben.

Kunst kommt gut an bei Bürgern und Mitarbeitern

Zur Vernissage am 1. Oktober sind alle Kunst-Fans eingeladen; es gibt Snacks, Musik und einen Rundgang mit dem Künstler, sagt Claudia Neubauer. Sie gehört zum „Kunst-im-Rathaus-Team“. Drei Ausstellungen gibt es pro Jahr. Neubauer erinnert sich: „Als ich 2015 hier anfing, fiel mir sofort auf, dass alle Wände so kahl und weiß waren. Nirgendwo hing ein Bild. Das fand ich gruselig!“ Seitdem organisiert das Team die Ausstellungen. Bei Bürgern und Mitarbeitern kommt die Rathaus-Kunst gut an, sagt Neubauer. Das merkt sie auch an den Reaktionen, wenn sie die Wände zwischen den Ausstellungen bewusst mal eine Woche lang kahl lässt, sagt sie. Denn: „Dann fragen die Kollegen immer: Wann kommen denn die neuen Bilder?“

Info: Die Schau von Günter Vogel in Schwentinental, Theodor-Storm-Platz 1, ist zu sehen vom 1. Oktober bis 20. Januar zu den Öffnungszeiten des Rathauses.

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