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Plön Kosten für Schwentinebrücke explodieren
Lokales Plön Kosten für Schwentinebrücke explodieren
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06:39 12.07.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Der Neubau der seit Ende 2017 gesperrten, völlig maroden Fußgängerbrücke über die Schwentine wird auch in diesem Jahr nicht realisierbar sein. Das Projekt wird sich erheblich verteuern. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

Hier geht es nicht weiter. Seit Ende 2017 ist die Holzbrücke über die Schwentine im Raisdorfer Wildpark gesperrt. Ihr Holz ist komplett verrottet, repariert werden kann sie nicht. Und viele Schwentinentaler fragen sich: Wann beginnt denn nun der Abriss, wann der Neubau und wann ist der Weg vom einen zum anderen Flussufer endlich wieder frei? 200.000 Euro waren von der Politik dafür veranschlagt worden, die bei Spaziergängern äußerst beliebte Brücke abzureißen und eine neue zu bauen. Nach zähem Ringen um das passende Material für die neue Oberkonstruktion hatten sich die Stadtvertreter zuletzt für eine dauerhafte Kunststoff-Variante ausgesprochen.

Eingriffe in den geschützten Uferbereich der Schwentine

Doch nun das: "Die Planung ist erst einmal gestoppt", sagt Jens Becker, Büroleiter bei der Stadt. Und das hat einen Grund: Im Juni präsentierte das zuständige Ingenieurbüro den Stadtvertretern seine Bauentwurfsplanung. Dort waren nun aber nicht mehr 200.000 Euro veranschlagt, sondern 361.000 Euro - und damit deutlich mehr als erwartet. Wie kommt es zu dieser massiven Erhöhung? Becker zufolge liege es nicht nur an der allgemein zu erwartenden, konjunkturbedingten Preissteigerung eines solchen Bauprojekts. Sondern auch daran, dass die Kosten für das Vorhaben im Vorfeld geschätzt werden mussten - ohne dass in diese Schätzung alle tatsächlichen Besonderheiten des Projekts einbezogen werden konnten.

Zu diesen Besonderheiten gehört: Zur Errichtung der Brücke sind Eingriffe in den geschützten Uferbereich der Schwentine (FFH-Gebiet) nötig. "Das ist ein besonders sensibler Bereich", so Becker. "Wir müssen mit großen Fahrzeugen an die Baustelle heranfahren und dafür neue Wege schaffen." Gemeint sind damit Kräne und Sattelschlepper, die Brückenteile einhängen und schwere Teile transportieren müssen. Dafür müssten wohl auch einige Bäume im Uferbereich weichen. Gutachten sind nötig. "Wir brauchen dafür die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde", erklärt der Büroleiter. Er fügt an: "Die Kosten-Nutzen-Rechnung muss neu bewertet werden." Die Grünen in Schwentinental kritisieren derweil in einer Pressemitteilung, "dass Umweltauswirkungen des Brückenbaus offensichtlich einfach übersehen wurden.“ Dass die Planung jetzt auf Eis liege, dürfe aber keinesfalls heißen, die Brücke grundsätzlich in Frage zu stellen, betont die Fraktion. Ziel müsse aber sein, die negativen Auswirkungen auf die Natur so gering wie möglich zu halten.

Umweltausschuss muss neu abwägen

Nach der politischen Sommerpause, also im September, werden die Stadtvertreter wieder in ihren Gremien zusammenkommen. Beispielsweise der Umweltausschuss muss dann neu beraten und abwägen. Die Verwaltung legt sich daher jetzt schon fest: "In diesem Jahr kann die Brücke nicht erneuert werden", so Becker. Erst müsse eine Finanzierung gefunden werden. "Wir müssten weitere Zuschüsse dafür einwerben", sagt er. Eventuell könnten das auch Förderungsmöglichkeiten sein, die nicht nur die Stadt Schwentinental tragen müsste. Denn die Brücke liegt am Schwentine-Wanderweg - dieser wird jährlich auch von zahlreichen Wanderern aus dem Umland genutzt. Das regionale Interesse an der Brücke als wichtigem Überweg im Schwentinepark wäre insofern gegeben.

Bis auf Weiteres gilt aber, unterstreicht Becker: "Es besteht der Wunsch, die Brücke neu zu bauen."

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