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Plön Für mehr Miteinander in Klausdorf
Lokales Plön Für mehr Miteinander in Klausdorf
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11:20 10.05.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Werben für das neue Quartiersbüro Klausdorf, das sich im Bürgerhaus am Seebrooksberg befindet: Leiterin Semra Başoğlu (links) und Quartiersmanagerin Sarah Lütgens. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

„Wir möchten die Menschen anregen, ihren Ortsteil mitzugestalten und Beziehungen zu schmieden“, sagt Projektleiterin Semra Basoglu von der Diakonie Altholstein. Sie selbst wohnt seit elf Jahren in Klausdorf und fasst ein Problem zusammen, das sie beobachtet hat: „Wenn man keinen Hund oder keine kleinen Kinder hat, kann es schwierig werden, mit anderen Leuten in seiner Nachbarschaft in Kontakt zu kommen.“ Gerade für Ältere sei das schwer.

Generationenübergreifendes Netzwerken

„Vereinsamung im Alter ist ein großes Thema“, betont Basoglu. In Klausdorf wohnen rund 6000 Menschen. Nach der Prognose der Sozialraumanalyse, die im Jahr 2016 für den Ortsteil durchgeführt wurde, soll sich der Anteil der Über-80-Jährigen bis 2030 ungefähr verdoppeln – von derzeit rund 770 auf 1410. Quartiersmanagerin Sarah Lütgens, 26, wünscht sich daher, dass möglichst viele Klausdorfer unterschiedlichen Alters mithilfe des Quartiersbüros miteinander ins Gespräch kommen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Mittwoch, 15. Mai, von 12 bis 16 Uhr bei einem Aktionstag im Bürgerhaus, Seebrooksberg 1. Die Sozialpädagogin hat auch für die nächsten Monate einen Plan. Ein erstes wichtiges Ziel ist die Gründung eines Nachbarschaftsnetzwerkes. Gemeinsame Kochaktionen, Sport, Basteln, Theater- und Kinobesuche oder auch Spaziergänge, all das könnte organisiert werden, stellt sich Lütgens vor. Das Netzwerk muss nun mit Ideen gefüllt werden, und dazu lädt das Quartiersbüro ein. Termin zum Vormerken: Ein erstes Vorbereitungstreffen findet am Freitag, 14. Juni, um 14 Uhr im Bürgerhaus statt. Angst, dass sich zu wenige dafür interessieren könnten, hat Semra Basoglu nicht. „Wir denken immer positiv: Diejenigen, die kommen, sind genau die richtigen – auch wenn es vielleicht nur drei Leute sind.“

Runder Tisch mit Klausdorfer Vereinen und Institutionen

Parallel zum Nachbarschaftsnetzwerk will Sarah Lütgens im Herbst mit Klausdorfer Verbänden, Vereinen und Institutionen einen runden Tisch starten. Dabei herauskommen sollen Ideen – welche Angebote fehlen in Klausdorf? Wo fehlen Räume für Aktivitäten? Wie können Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenfinden? Eine mögliche Idee wurde unlängst schon an Lütgens herangetragen. „Eine Bewohnerin hat mir erzählt, dass sie über viele alte Fotos und auch Videos von Klausdorf verfügt. Dieses historische Material würde sie gerne bei einer Art Erzählcafé mit anderen teilen.“ Eine tolle Idee, findet die Sozialpädagogin. Sie sucht jetzt jemanden, der (oder die) sich bei einem solchen Erzählcafé gerne als Moderator beteiligen würde.

Kontakt: Sarah Lütgens ist an zwei Tagen in der Woche im Quartiersbüro vor Ort, dienstags von 9 bis 11 Uhr und freitags von 14 bis 16 Uhr. Zu erreichen ist sie telefonisch unter 0151-11859375 oder per E-Mail. Auch Sozialberatung, Information und Vermittlung bietet sie an.

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