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Plön Raisdorfer Feuerwehr löst Standort-Dilemma
Lokales Plön Raisdorfer Feuerwehr löst Standort-Dilemma
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17:32 26.04.2016
Von Andrea Seliger
Das Gerätehaus in der Bahnhofstraße – zu eng, sanierungsbedürftig und ungünstig gelegen. Quelle: Andrea Seliger
Schwentinental

Wie schnell muss die Feuerwehr vor Ort sein, um etwa bei einem Wohnungsbrand noch Menschen retten zu können? Diese sogenannte Hilfsfrist war das zentrale Kriterium bei der Prüfung der möglichen Standorte. Optimalerweise sollen nur zehn Minuten von der Benachrichtigung der Leitstelle bis zum Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort vergehen. Doch bereits die Alarmierung dauert, und die freiwilligen Feuerwehrleute müssen auch erst zum Gerätehaus kommen. Somit bleibe nur noch sehr wenig Zeit für den Weg, so Markus Hasch. Seine Untersuchung basiert deshalb darauf, welche Gebiete innerhalb von zwei oder drei Minuten erreicht werden können. Für die Berechnung wurden die verschiedenen Straßentypen berücksichtigt – auf der B 76 kommt man in zwei Minuten weiter als in einem engen Wohnviertel.

Als Hasch die unterschiedlichen Abdeckungsbereiche für die untersuchten Varianten vorstellte, kam schnell der Vergleich mit einem zu kleinen Tischtuch auf: In keinem Fall waren alle Gebiete des langgestreckten Ortsteils Raisdorf innerhalb von drei Minuten zu erreichen. „Wir haben die Entscheidung zu treffen, was wichtiger ist: Reuterkoppel oder Ostseepark“, so spitzte der Vorsitzende Volker Sindt diesen ersten Eindruck zu. Denn vom Standort Dütschfeldredder/B202 wäre der Ostseepark nicht innerhalb von drei Minuten zu erreichen, dafür aber sogar die ersten Häuser der Weinbergsiedlung. Vom Standort Fernsichtweg aus wäre die Feuerwehr zwar schnell im Gewerbegebiet, bräuchte aber mehr als drei Minuten in der Reuterkoppel.

Dieses Dilemma konnte die Feuerwehr lösen: Gemeindewehrführer Jürgen Egerland und Raisdorfs Ortswehrführer Stefan Kühl verwiesen darauf, dass die Brandmeldeanlagen der Firmen im Gewerbegebiet direkt in der Leitstelle auflaufen, die Alarmierung gehe deshalb schneller als bei einem Wohnungsbrand. Somit habe die Feuerwehr mehr Zeit für die Anfahrt. Ein Standort im Bereich Dütschfeldredder/ B202 wäre deshalb am sinnvollsten.

Als ungeeignet erwiesen sich hingegen die geprüften Standorte Lise-Meitner und Gutenbergstraße – nicht nur, weil man von dort aus länger als drei Minuten in die Reuterkoppel braucht. Egerland wies darauf hin, dass die Anfahrt der Kameraden dorthin so lange dauere, dass die Hilfsfristen nicht eingehalten werden könnten. Das Thema soll nun in den Fraktionen diskutiert werden.sel

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