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Plön Frederik Lauwen will Raisdorf vernetzen
Lokales Plön Frederik Lauwen will Raisdorf vernetzen
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18:14 06.02.2020
Von Sibylle Haberstumpf
Frederik Lauwen (29) ist der neue Mann für den Ortsteil Raisdorf. Als Quartiersmanager mit Büro beim Deutschen Orden im Seniorenheim St. Anna will er die Nachbarschaft vernetzen und Begegnungen schaffen. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

Was Klausdorf seit Mai 2019 hat, hat Raisdorf nun auch: einen professionellen Quartiersmanager. Die Stadt Schwentinental setzt damit in ihren beiden Ortsteilen weiter konsequent auf Quartiersarbeit. Nach Sarah Lütgens, die das Quartiersbüro im Klausdorfer Bürgerhaus führt, ist für Raisdorf seit Januar der 29-jährige Frederik Lauwen zuständig. 

Sein Büro liegt im Altenheim Haus St. Anna, Träger ist der Deutsche Orden. Lauwens Stelle wird gefördert von der Stiftung Deutsches Hilfswerk/Deutsche Fernsehlotterie und ist zunächst nur auf ein halbes Jahr befristet. Doch der Posten soll langfristig bestehen bleiben, kündigt St.-Anna-Geschäftsführer Moritz Wahl schon einmal an. „Wir werden einen Förderantrag für drei Jahre stellen“, das sei der Plan. 

Was will Quartiersmanager Frederik Lauwen in Raisdorf erreichen?

Wozu ein Quartiersmanager, was soll er erreichen? Frederik Lauwen ist motiviert, er will „Ansprechpartner und Kümmerer vor Ort sein, Nähe schaffen, die Zusammenarbeit der Vereine und Verbände verbessern“, verrät er. „Das Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen, Austausch zu ermöglichen und Menschen zu begeistern, und zwar über Generationen und Milieus hinweg“, sagt der junge Kieler, der in Rendsburg aufgewachsen ist und in Kiel die Fächer Politikwissenschaft und Soziologie mit Master-Abschluss studiert hat.

Dass der Bedarf für ein solches Angebot da ist, weiß auch Schwentinentals Bürgermeister Michael Stremlau und bezieht sich dabei auch auf die letzte Sozialraumanalyse der Stadt. Im Ortsteil Raidorf leben aktuell fast 8000 Menschen – der Anteil der Über-80-Jährigen ist hoch und dürfte angesichts des demografischen Wandels weiter steigen. Die Frage sei, unterstreicht Stremlau: „Wie schaffen wir es, dass Ältere, die alleine wohnen, besser zurecht kommen und möglichst lange zu Hause bleiben können?“ Hier könne die Quartiersarbeit helfen. 

Eine größere Identifikation mit der Nachbarschaft in Raisdorf

Schließlich gehe es darum, eine „noch größere Identifikation mit der Nachbarschaft herzustellen“, wie Lauwen sagt. Soll heißen: Menschen im Ortsteil Raisdorf sollen zusammenrücken. Entstehen soll ein Nachbarschaftsnetzwerk. Funktionieren soll es so: Wer eine Frage hat, sich informieren möchte, eine Idee oder einen Wunsch hat, der kann den Quartiersmanager anrufen unter 04307/907366 oder eine Mail schreiben an frederik.lauwen@deutscher-orden.de. Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr ist er im Büro erreichbar. 

Alles ist denkbar: Verschiedene ehrenamtliche Gruppen können entstehen

Das könne etwa der Wunsch nach einem Smartphone-Kursus sein, nennt Lauwen ein Beispiel, oder der Wunsch nach Entlastung von Familien – oder auch die Idee für ein nachbarschaftliches Projekt. Er selbst prüft dann, ob es schon ein passendes bestehendes Angebot in Raisdorf gibt, beispielsweise einen Kursus in der Volkshochschule. Diese Infos gibt er dann weiter – oder versucht, die richtigen Schlüsselpersonen in Vereinen oder Verbänden zu finden. Ebenso könnten ehrenamtliche Gruppen oder Arbeitsgemeinschaften entstehen, die Lauwen dann als Quartiersmanager koordiniert. Alles ist vorstellbar: gemeinsames Kochen, Backen, Spazierengehen und, und, und. In Klausdorf klappt das bereits sehr gut.

Auch zu den Schulen, Kitas, der Feuerwehr, dem DRK, dem Sozialverband oder dem Sportverein will Lauwen Kontakt aufbauen und für immer mehr Vernetzung sorgen. Für Anfang März ist eine große Auftaktveranstaltung im Haus St. Anna geplant - für alle Nachbarn und interessierten Raisdorfer zum Kennenlernen.

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