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Plön Zum ersten Mal: Schwentinental singt!
Lokales Plön Zum ersten Mal: Schwentinental singt!
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16:45 30.11.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Organisieren die Aktion „Schwentinental singt“ auf dem Dorfplatz in Klausdorf (von links): Sarah Lütgens, Gisela Siebert, Elisabeth Steenbock, Bernd Neumann, Uschi Schindler, Aribert Richter, Regina Scholtis, Jürgen Horn und Semra Basoglu. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Schwentinental

Singen macht viele Menschen glücklich und es verbindet - zur Adventszeit ganz besonders. Regina Scholtis aus Schwentinental ist davon überzeugt und hatte deswegen die Idee: Die ganze Stadt soll gemeinsam singen. "Schwentinental singt". Oder zumindest alle, die Lust auf Weihnachtslieder haben. Klausdorfer und Raisdorfer, zieht euch warm an und kommt am Freitag, 20. Dezember, um 17 Uhr auf den Dorfplatz in Klausdorf, wünscht sich Scholtis möglichst viel Zuspruch. An dem Tag soll ein Chor für alle entstehen. Nur bei besonders schlechter Witterung wird nicht gesungen.

Bekannte Weihnachtsklassiker werden gesungen

16 Lieder wird die Chorleiterin Rebecca Petersen-Ritz mit allen Sängern anstimmen, sie bringt zur Begleitung ihr Keyboard mit. "Es sind ganz viele Klassiker dabei wie 'O du fröhliche' oder 'Alle Jahre wieder'. Oder auch der 'Stern von Bethlehem', den wir zweistimmig singen wollen", sagt Scholtis. Kopien der Liedtexte werden an alle Teilnehmer vor Ort verteilt. Unbekanntere, kompliziertere Lieder bleiben an dem Abend außen vor. "Es soll einen familiären Charakter haben und ein frohes, fröhliches Singen werden, das passt auch zum Ort, unserem Dorfplatz", meint Scholtis. Die Freiwillige Feuerwehr Klausdorf sorgt dabei für die Verpflegung mit Punsch und Bratwurst.

Vorbild „Kiel singt“ in der Landeshauptstadt

Das Vorbild ist die erfolgreiche Groß-Veranstaltung "Kiel singt", die ebenfalls am 20.12. und an weiteren Terminen in der Kieler Sparkassenarena, dem Kieler Schloss und der Halle 400 über die Bühne geht. Dort sind regelmäßig mehrere hundert Menschen dabei und singen. Diese Größenordnung strebt Schwentinental natürlich nicht an - aber, sagt Scholtis, "vielleicht wird es ein liebenswertes Ritual bei uns". Ob das Projekt zum jährlichen Dauerbrenner wird, ist abzuwarten. Jetzt steht erst einmal der Auftakt an.

Als Veranstalter für "Schwentinental singt" konnte die frühere Lehrerin Scholtis das Nachbarschaftsnetzwerk Klausdorf gewinnen, in dem sie selbst aktiv ist. Semra Basoglu, Projektmanagerin bei der Diakonie Altholstein, sagt: "Uns war gleich klar: Das ist eine Aktion fürs Netzwerk. Für solche Ideen sind wir offen." Schließlich werden dabei Nachbarn durch gemeinsames Singen vernetzt, wenn auch in diesem Fall aus beiden Stadtteilen.

Vernetzen im Ortsteil Klausdorf

Normalerweise steht im Vordergrund des Nachbarschaftsnetzwerkes Klausdorf, das im September offiziell gegründet wurde, das Vernetzen innerhalb des Ortsteils Klausdorf. "Nachbarn für Nachbarn" lautet das Motto. Dafür wurde im Bürgerhaus am Seebrooksberg das Quartiersbüro Klausdorf eingerichtet, gemanagt wird es von der Sozialpädagogin Sarah Lütgens.

Und das Projekt kommt gut an. Mehrere Gruppen haben sich gebildet, rund 30 Klausdorfer sind regelmäßig dabei, berichtet Lütgens. Das Angebot ist generationenübergreifend - die meisten, die mitmachen, sind allerdings bereits im Ruhestand. Ein festes Nachbarschaftstreffen für alle Interessierten im Monat hat sich etabliert. Es findet jeden 4. Donnerstag statt, immer um 18 Uhr im "Schwentine Stübchen" im Kirchensteig. Im Dezember allerdings nicht, dafür veranstaltet das Netzwerk am Montag, 9. Dezember, den lebendigen Adventskalender - um 18 Uhr gibt es dann Punsch vor dem Bürgerhaus. Nächster Termin im Neuen Jahr ist der 30. Januar. 

Mitmachen bei der Spaziergängergruppe oder der Geschichtswerkstatt

Eine Gruppe, die im Netzwerk entstanden ist, sind die Spaziergänger. Jeden Sonntag um 14 Uhr geht es los, Treffpunkt ist die grüne Bank am Dorfplatz. Auch Seniorenbank genannt. Jürgen Horn, 78, ist fast immer da. "Es geht mir um die Freunde an der Bewegung. Man braucht doch nicht immer lange mit dem Auto zu fahren, um schöne Natur zu sehen. Auch bei uns im Ort kann man immer neue Eindrücke erleben. Oder auch Neubürgern neue Einblicke geben", sagt er. Die Gruppe geht zum Beispiel gerne "den besten Wanderweg" der Stadt, vom Aubrook zum Ritzebeker Weg. Jeder kann mitspazieren.

Entspannt, ungezwungen und unverbindlich sei die Teilnahme bei den Aktivitäten des Netzwerks, sagt Sahra Lütgens. Auch eine Fahrradtour-Gruppe gibt es, eine Picknick-Gruppe oder eine Geschichtswerkstatt. Deren Teilnehmer stöbern etwa im Archiv der Stadt nach alten Fotos oder tauschen sich über geschichtliche Vorgänge in Klausdorf aus, die sie selbst erlebt haben.

Projekt Nachbarschaftshilfe geplant

Semra Basoglu ermuntert zum Mitmachen: "Nachbarschaftsnetzwerke leben von denen, die es gestalten. Von Ideen, von genau den Menschen, die es umsetzen. Wir freuen wir uns auf jeden, der Lust hat, sich hier mit einzubringen." Immer mehr Ideen kommen seit der Gründung zusammen. Konkret ist für Anfang 2020 das Projekt Nachbarschaftshilfe geplant. „Zum Beispiel, dass man für seinen Nachbarn etwas einkaufen geht oder man sich auf andere Weise untereinander hilft. Das wollen wir zunächst straßenweise ausprobieren und sehen, wie es läuft“, sagt Lütgens. 

Kontakt: sarah.luetgens@diakonie-altholstein.de oder telefonisch unter 0151/11859375.

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