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Plön Aufwand der Sanierung unterschätzt
Lokales Plön Aufwand der Sanierung unterschätzt
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15:12 27.05.2019
Von Astrid Schmidt
Die Sanierung der Pfähle der Schönberger Seebrücke ist noch immer nicht abgeschlossen. Es fehlen noch die Dalben am Anleger. Quelle: Astrid Schmidt
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Schönberg

Im Spätherbst 2018 waren die Aufträge für die Sanierung der Brückenpfähle vergeben worden. Die Gemeinde hatte sich, wie berichtet, für eine aufwendige und daher kostenintensive Lösung entschieden. Die Brückenpfähle waren grundgereinigt und mit einer Kunststoffschale versehen worden. Zwischen Stahl und Kunststoff wurde eine etwa sieben bis acht Zentimeter dicke Betonschicht eingebracht. Doch eigentlich sollten die Arbeiten bereits Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Was hat nun zu diesen erheblichen Verzögerungen geführt?“ Diese Frage beantwortet der begleitende Ingenieur Bernd Opfermann in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Gemeinde Schönberg.

Schlechtes Wetter und Havarien erschwerten Arbeit an der Seebrücke

Er bezeichnete die Sanierung der Brückenpfeiler als „eine sehr ambitionierte Baumaßnahme“, die von der beauftragten Kieler Firma Unterwasser-Krause „unterschätzt“ worden sei. „Die Firma hatte noch nie so ein Verfahren bei bis zu vier Meter tiefem Wasser in der Brandungszone in freier See durchgeführt“, erläuterte Opfermann weiter. Schlechtes Wetter und Havarien hätten die Maßnahme zusätzlich erschwert. So sei beispielsweise eine der PE-Schalen am Brückenkopf durch den schweren Seegang geplatzt und musste wieder entfernt werden. Die Wassertiefe habe auch dafür gesorgt, dass die ursprünglich funktionierende Methode des Einpressens der Betonmasse am hinteren Drittel der Brücke geändert werden musste, so Opfermann weiter.

Verzögerung bringt keine großen Mehrkosten

Der Gemeinde entstehen durch die Verzögerung der Arbeiten keine stark erhöhten Kosten. Lediglich die zusätzlich in die Maßnahme aufgenommene Länge werde rund 15.000 Euro mehr kosten. Mit Blick auf den Schiffsverkehrs war „nachträglich angeordnet“ worden, die Dalben am Brückenkopf lediglich bis zu den Festmacherklampen mit der Ummantelung zu versehen.

Jetzt stehen nur noch Restarbeiten an

„Die Firma hat viel Lehrgeld gezahlt“, sagte der Ingenieur. Doch eines versicherte er mehrfach: Alle Arbeiten wurden in guter Qualität ausgeführt. „Die Pfähle stehen akkurat in der Flucht“, so der Fachmann. Er sei guter Hoffnung, dass nun die Arbeiten bis Ende des Monats abgeschlossen werden. „Es ist jetzt nur noch die filigrane Arbeit zu erledigen“, so Opfermann. Die Firma habe selbst eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist angeboten. Opfermann sprach von sechs bis sieben statt der vorgegeben vier Jahre Gewährleistung seitens der Firma. Auf die Frage, wie denn eine Abnahme der Arbeiten seitens der Gemeinde erfolgen könne, sagte Opfermann, man könne die Tauchfirma beauftragen, ein Video zu erstellen, auf dem der Unterwasser-Bereich der Pfähle zu sehen ist.

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