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Plön Hafen Lippe: Geerdts drängt auf Lösung
Lokales Plön Hafen Lippe: Geerdts drängt auf Lösung
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17:58 21.01.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (Mitte) besucht den Sportboothafen Lippe. Eine Sandbank vor der Hafeneinfahrt blockiert die Seenotretter. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Behrensdorf

Innen-Staatsekretär Torsten Geerdts schaute sich auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Werner Kalinka die Situation vor Ort an. Er sei zwar dafür nicht zuständig, aber wegen der Sicherheit nehme er sich des Themas an und trage es in die Landesregierung. Das macht die Situation so bedrohlich: Im Falle eines Unglücks an der Hohwachter Bucht und Menschen in Seenot käme Hilfe erst nach einer Stunde aus Laboe oder Heiligenhafen. Dort sind die nächstgelegenen Stationen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger  (DGzRS). Rund 20 Seemeilen entfernt. Geerdts: "Ich bin vor Ort, um eine Lösung zu beschleunigen."

Zusätzliche Arbeiten würden rund 20.000 Euro kosten

Wie berichtet, sieht sich der Hafenbetreiber Franz Graf von Waldersee Auflagen beim Ausbaggern einer Fahrrinne gegenüber. Damit Schiffe den Hafen anlaufen können, benötigen sie eine Fahrrinne durch die Sandbank, die vor der Einfahrt liegt. Das lief in der Vergangenheit ohne Beanstandungen seitens des Landes. Bevor von Waldersee  sie nun wieder ausbaggern darf, muss ein Ingenieur die Größe und die Form der Fahrrinne berechnen. Inklusive einer Bodenanalyse des Baggergutes kostet die Maßnahme rund 20.000 Euro, schätzt Amtsvorsteher Volker Schütte-Felsche. Dafür sei die Genehmigung für das Baggern aber auch für zehn Jahre gültig, so Schütte-Felsche nach einem Gespräch vergangener Woche im Umweltministerium. Schüttte-Felsche: "Jetzt ist der Hafenbetreiber in der Pflicht, Anträge zu stellen."

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Küstenorte  freuen sich über Sand

Wohin mit dem Sand? Das Land sähe es gerne, dass damit die Strände aufgefüllt werden, die vom Ostseestrum leer gefegt wurden. Eine Nutzung sei sinnvoller und weniger kompliziert als eine Verbringen in die Ostsee, heißt es aus dem Umweltministerium. Im Gespräch sind dafür Schönberg, Behrensdorf oder Hohwacht.

"Stellen Sie sich vor, es würde Tote geben"

Geerdts möchte eine schnelle Lösung. Man könne der Bevölkerung nach einem Unglücksfall nicht erzählen, dass Rettungsgerät vor Ort bereit stand, aber nicht eingesetzt werden konnte: "Stellen Sie sich vor, es würde Tote geben."

Fotostrecke: Hafen Lippe: Geerdts drängt auf Lösung
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