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Plön Ostseepark-Pläne in Schleswig vor Gericht
Lokales Plön Ostseepark-Pläne in Schleswig vor Gericht
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08:00 07.12.2015
Von Andrea Seliger
Auf der Freifläche am Erdbeerberg (rechts) im Ostseepark will die Firma HBB eine Shopping-Mall errichten. Das passt in die Pläne von Schwentinental, doch der Kreis hat die Bauvoranfrage abgelehnt. Quelle: Andrea Seliger
Schwentinental

Das Ergebnis ist nicht nur für Schwentinental von Interesse: Insbesondere an diesem Projekt, einer Shopping Mall mit einer Verkaufsfläche von rund 15000 Quadratmetern, entzündete sich zuletzt wieder der Streit um die weitere Entwicklung des Ostseeparks zwischen Schwentinental und seinen Nachbarn. Kiel und die Umlandgemeinden fürchten eine zu starke Konkurrenz für ihre Ortszentren, denn dort soll auch innenstadttypisches Sortiment wie Kleidung und Schuhe verkauft werden dürfen. Schwentinental wiederum befürwortet das Vorhaben und hatte der Bauvoranfrage grünes Licht gegeben.

 „Wir sind gespannt. Der Ball wird in eine Richtung rollen“, sagt Schwentinentals Bürgermeister Michael Stremlau. Von einer Entscheidung im Sinne der Stadt erhofft er sich auch Signalwirkung für ein weiteres Verfahren, das noch aussteht: der Klage der Stadt gegen das sogenannte Anpassungsverlangen der Landesplanung. Darin fordert das Land unter anderem einen kompletten Verzicht auf das Shopping-Mall-Projekt und gestattet nur einen sehr eingeschränkten Ausbau der bestehenden Betriebe. Denn aus landesplanerischer Sicht ist das „Fachmarktzentrum“ Ostseepark mit 89000 Quadratmetern Verkaufsfläche vor den Toren Kiels eine Fehlentwicklung – die allerdings in den vergangenen 40 Jahren keiner stoppen konnte.

 Dass der „Wildwuchs“ ein Ende haben muss, sieht man auch in Schwentinental so. Die fast fertigen Bebauungspläne für das Gebiet liegen angesichts des Gegenwindes aus Kiel aber zurzeit auf Eis. Denn diese Pläne sehen zur Qualitätssteigerung eine Shopping Mall wie die von HBB (Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft) vor – dafür soll der Einzelhandel an anderer Stelle eingeschränkt werden.

 Zunächst geht es allerdings erst einmal nur um die Bauvoranfrage von HBB. Der Kreis Plön hatte das Vorhaben im Juni 2013 abgelehnt, weil davon schädliche Auswirkungen auf die umliegenden Ortszentren zu erwarten seien – ganz im Sinne der Landesplanung. „Bei allem Verständnis für die Argumente der Firma HBB sind wir nach wie vor der Auffassung, eine ausgewogene und richtige Entscheidung getroffen zu haben“, so Kreissprecher Hendrik Schwinghammer.

 Dass das Gericht in Schleswig die Plöner Entscheidung bestätigt, darauf hofft auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer – zu groß seien die Dimensionen des Vorhabens. Die Signalwirkung des möglichen Ergebnisses will er, selbst Verwaltungsjurist, aber nicht zu hoch hängen: „Man muss sehen, an welchen Punkten das Gericht die Entscheidung festmacht“, sagt er.

 Auch im Landeshaus wird das Verfahren verfolgt. Laufende Gerichtsverfahren von anderen kommentiere man allerdings grundsätzlich nicht, heißt es aus der Staatskanzlei.

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