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Plön Honigsee sucht den Platz an der Sonne
Lokales Plön Honigsee sucht den Platz an der Sonne
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16:10 09.05.2019
Von Anne Gothsch
2008 spielte die Gemeinde Honigsee eine Vorreiterrolle in der Region, als sie die Abwärme einer Biogasanlage nutzte, um ein Nahwärmenetz zu betreiben. Bis heute werden damit rund 80 Prozent der Haushalte im Dorfkern versorgt. Quelle: Andrea Seliger/Archivfoto
Honigsee

„Wir möchten diese tolle Chance nicht ungenutzt lassen, für vergleichsweise wenig Geld an so aussagekräftige Daten zu kommen und damit vielleicht weitere Möglichkeiten zur Einsparung von Kohlendioxid zu entdecken“, begründete Bürgermeister Rainer Hingst die Entscheidung. Wie berichtet, besteht für dieses interkommunale Projekt die Aussicht, zu 80 Prozent von der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz gefördert zu werden. Grundlage für die Potenzialanalyse sind Daten, die beim Überfliegen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde mit einer Spezialkamera erfasst und mit einem speziellen EDV-Programm verarbeitet werden. Personenbezogene Daten soll es auf den Karten nicht geben, die Datenschutzzentrale sei beteiligt, heißt es seitens der Projektentwickler.

Auch eine Kostenkalkulation wäre möglich

 Mit einem Klick auf ein ausgewähltes Gebäude könne man jedoch sehen, ob sich dessen Dach für eine Fotovoltaik- oder Solarthermieanlage eignen würde. Auch eine Kostenkalkulation sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung seien mit dem Programm möglich. Mit der Prüfung weiterer Möglichkeiten für nachhaltige Energiegewinnung verfolge die Gemeinde Honigsee konsequent ihren bereits 2006 eingeschlagenen Weg, betont. Er bezieht sich dabei auf die Gründung einer Genossenschaft, mit deren Hilfe ein Nahwärmenetz realisiert werden konnte, gespeist von der Abwärme einer Biogasanlage. 2008 eingeweiht, versorgt es seitdem rund 80 Prozent der Haushalte im Dorfkern. „Damals waren wir absolute Pioniere, es gab weder professionelle Beratung für solche Projekte, geschweige denn Fördermittel. Dennoch ist es eine Erfolgsgeschichte geworden.“ Zahlreiche Interessenten aus der Region und darüber hinaus seien in der Folgezeit nach Honigsee gekommen, um sich die Anlage anzusehen.

Solaranlage auf dem Hallendach

Der nächste Schritt folgte 2012, als die Genossenschaft in eine Solaranlage auf einem rund 1100 Quadratmeter großen Hallendach investierte. Auch einige kleinere Solaranlagen wurden auf landwirtschaftlichen Gebäuden und Privathäusern installiert. „Vielleicht gibt es ja noch mehr Potenzial. Mit einem solchen Kataster ließe sich das herausfinden“, meint der Bürgermeister.

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