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Plön Spieliothek: Brettspiele im Trend
Lokales Plön Spieliothek: Brettspiele im Trend
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13:23 29.10.2019
Von Nadine Schättler
Die Mitarbeiterinnen der Spieliothek testen alle ihre Spiele selbst (von links): Susanne Junge-Bethke, Cornelia König und  Sonja Schulz. Quelle: Nadine Schättler
Schwentinental

Jeden Dienstag öffnet die Spieliothek im Klausdorfer Jugendzentrum von 15.30 bis 17.30 Uhr ihre Türen. Die Mitarbeiter räumen Neuheiten ein, sortieren alte Spiele aus und nehmen Leihgaben von den Besuchern zurück. Insgesamt acht Ehrenamtliche gehören zu dem Team, das kein Spiel ins Sortiment nimmt, das es nicht vorher selbst getestet hat. „Wenn die Qualität zu schlecht ist, nehmen wir das nicht“, sagt Mitarbeiterin Sonja Schulz. Robust muss es sein, weil fast jedes der insgesamt 1000 Spiele in dem klassenzimmergroßen Raum mit kleinen Gruppentischen und Stühlen durch viele Hände wandert. Denn in der Spieliothek dürfen Spiele nicht nur ausprobiert, sondern auch für bis zu drei Wochen mit nach Hause genommen werden.

„Zum Spielen ist man nie zu alt“

Dana Höft (34) aus Schwentinental gehört mit ihren Töchtern Pauline (5) und Anna (elf Monate) zu den regelmäßigen Besuchern. Sie selbst hat auch schon etwas ausgeliehen. „Zu meinem Geburtstag gab es das Paket mit Draußen-Spielen, weil ich wusste, dass viele Eltern mit Kindern kommen“, erzählt sie. Mitarbeiterin Sonja Schulz kennt das: „Wir haben oft Hochzeitspaare, die sich Spiele-Kisten für ihre kleinen Gäste ausleihen.“ Die ganze Spielerei kostet die Nutzer rein gar nichts. Die Spieliothek ist ein von der Stadt Schwentinental subventioniertes Projekt. Mit dem jährlichen Etat besorgen die Mitarbeiter regelmäßig neue Spiele und arbeiten selbst auf freiwilliger Basis.

„Zum Spielen ist man nie zu alt“, sagt Cornelia König, die sich mit ihren Kolleginnen spontan ein Match an der Magnetfußball-Arena liefert. Dabei wird viel gelacht. Denn: Spielen wirkt auch auf Erwachsene befreiend. „Die meisten unserer Besucher sind begeistert“, sagt Susanne Junge-Bethke. Auch nach 40 Jahren Spieliothek ist die Nachfrage trotz digitaler Medien und kostenloser Spiele-Apps ungebrochen. „Früher kamen zwar mehr ältere Kinder. Das ist heute weniger geworden. Aber insgesamt haben wir nach wie vor einen sehr guten Zulauf, besonders von jungen Familien“, erklärt Sonja Schulz. Denn wer die Preise für ein qualitativ hochwertiges Kleinkindspiel kenne, der wisse das Leihangebot zu schätzen.

Die Spieliothek ist für Nutzer kostenlos

Auch Nicole Schöning (41) mit Tochter Romy (9) testet lieber, bevor sie kauft. „Wir hatten schon Spiele, die bei uns weniger gut ankamen.“ Beide bevorzugen Klassiker mit einfachen Regeln wie etwa „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Rummikub“. Dana Höft (34) nutzt das städtische Angebot auch als Ausgleich zu den digitalen Medien. „Unter der Woche gibt es das bei uns gar nicht, auch kein Fernsehen. Ich finde es viel schöner, wenn wir uns zusammen hinsetzen und etwas gemeinsam spielen.“ Oft schaut sie nach Spielen, die bei ihren Kindern die Feinmotorik oder Konzentration fördern. Aber meistens leihen sie ganz nach Lust und Laune aus.

Dass klassische Spiele wie „Monopoly“ noch immer gerne gespielt werden, sehen die Mitarbeiter an der Häufigkeit der Ausleihe. Auch Kartenspiele gehen immer, derzeit ist die Nachfrage nach Skyjo, einem Kartenspiel mit einem leicht verständlichen Spielprinzip für Jung und Alt, groß. Aber auch Tiptoi und Haba-Spiele laufen gut. Im Sommer, so die Spieliothek-Mitarbeiter, sind Jonglier-Kisten, Pedalos, Slackline, Wikingerschach und Spiele wie Dosenwerfen beliebt.

Die Spieliothek in Klausdorf feiert ihr 40-jähriges Jubiläum am 9. November von 14 bis 17 Uhr im Jugendzentrum. Das Team verspricht spielerische Unterhaltung.

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